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Hückeswagen
Ärzte-Ehepaar wechselt in Angestellten-Verhältnis

Hückeswagen. Wer jüngst nach 12 Uhr in der Wipperfürther Praxis für Orthopädie und Chirurgie Doppstadt im Raiffeisen-Gebäude nahe des Bauhofs anrief, bekam eine Bandansage zu hören: "Hier ist der automatische Anrufbeantworter des MVZ Wipperfürth. . ." Hintergrund: Dr. Gerd Doppstadt und seine Frau Dr. Barbara Doppstadt haben sich entschieden, sich beruflich zu verändern. Aus freiberuflichen Ärzten wurden Angestellte der MVZ Wipperfürth GmbH - das Kürzel "MVZ" steht für "medizinisches Versorgungszentrum". Träger der neu gegründeten Gesellschaft sind die Helios-Kliniken, die auch das Wipperfürther Krankenhaus betreiben.

Im Winter 2007/2008 hatte der Unfallchirurg Dr. Gerd Doppstadt die Praxis von Dr. Johannes Kühnert im ehemaligen Marienhospital übernommen. Damit war auch der Hückeswagener Kassenarzt-Sitz an Doppstadt übergegangen. Für Verärgerung hatte damals gesorgt, dass er nach nur wenigen Monaten seine Praxis an das Wipperfürther Krankenhaus, das damalige St. -Josef-Krankenhaus, verlegt und den Kassensitz mitgenommen hatte. Seitdem gibt es keinen Unfallchirurgen in Hückeswagen mehr.

Johannes Grundmann, Geschäftsführer der Klinik in Wipperfürth, erläutert die aktuelle Neuregelung: "Der Zulassungsausschuss der Kassenärztlichen Vereinigung hat den Kassenarzt-Sitz an die MVZ GmbH übertragen." Für die Patienten ändere sich nichts, der Unterschied sei nur, dass das Ehepaar Doppstadt künftig nicht mehr als freiberufliche Ärzte arbeitet. "Dass bislang selbstständige Ärzte zu Angestellten werden, ist ein bundesweiter Trend", sagt Helios-Pressesprecher Tobias Pott.

(cor/büba)
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