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Hückeswagen
Der Adventsbasar lebt vom Ehrenamt

Hückeswagen: Der Adventsbasar lebt vom Ehrenamt
Auf dem traditionellen Adventsbasar im Johannesstift gab es allerhand Selbstgemachtes der vielen Helfer zu erwerben - natürlich auch solch kreativ gestalteten Adventsgestecke. FOTO: Jürgen Moll
Hückeswagen. Mit einem vielfältigen Angebot wurde beim Adventsbasar im Johannesstift die vorweihnachtliche Festzeit eröffnet. Auch dieses Mal war der Andrang wieder groß. Ein Grund für den anhaltenden Erfolg sind die vielen ehrenamtlichen Helfer. Von Franz Mostert

Mit der Eröffnung des Adventsbasars innerhalb des Altenzentrums Johannesstift beginnt für viele Hückeswagener die privat abgesteckte Vorweihnachtszeit. So auch in diesem Jahr: Am vergangenen Wochenende, im Foyer und im großen Saal des umfassend restaurierten "Haus am Buschweg", bogen sich die Tische unter dem traditionell abwechslungsreichem Angebot. Erarbeitet wird die breitgefächerte Auslage nach wie vor von ehrenamtlichen Arbeitskreisen.

Im Oktober 1980 etablierten sich Rheinische Diakonie und Hilfswerk als Altenzentrum Johannesstift. Kurz darauf öffneten zum ersten Mal die Pforten zum Adventsbasar, der wegen seines kunsthandwerklichen Angebots seit nunmehr 35 Jahren in der Stadt bekannt ist.

Sabine Müller ist eine der vielen ehrenamtlichen Helfer, die zum Erfolg des Basars beitragen. Im April hat Müller die bisherige Vorsitzende Sibylle Rautenbach als Leiterin des Freundeskreis Johannesstift abgelöst. Der neuen Vorsitzenden und ihrem Vorstand ist es vorbehalten, den zu erwartenden Erlös aus dem Basar in solche Bahnen zu lenken, die dem Wohl aller Heimbewohner zugutekommen. "Dabei geht es um Projekte, die durch den Betreuungs- und Pflege-Haushalt nicht abgedeckt werden können", sagt Müller und listet auf: "Angedacht sind Zuschüsse auf den Erwerb von Spezial-Rollstühlen für Schwerbehinderte, Beiträge zur Ausstattung eines Clubraums und für die Geschenkkosten zu den festlichen Anlässen unserer Heimbewohner." Der Freundeskreis füllt seine Zuschuss-Töpfe außerdem mit den Jahresbeiträgen der fast 80 Vereinsmitglieder, mit Spendengeld und aus dem Losverkauf beim Altstadtfest.

Auch am Samstag und Sonntag lief am Rande der großen Textil- und Adventsgesteckschau die Tombola. Hinter dem Verkaufstresen stand Sibylle Rautenbach. Und das stundenlang. Zu den Unentwegten im Basargeschehen gehörte auch Lony Raschke. Sie sagte: "Irgendwann spürt man schon, dass man ein bisschen älter wird. Immerhin mache ich das hier schon seit 35 Jahren." Adelheid Heider hat vor zwölf Jahren zum ehrenamtlichen Arbeitskreis gefunden. Sie ist umgeben von kunsthandwerklich versierten Näherinnen, Strickerinnen, Malerinnen und Schneiderinnen. Sie selbst steht für Tischdecken und Sets. "Wenn man die Arbeitsstunden aufrechnen wollte, dann wären die Stücke für unsere Basar-Preisvorstellungen unbezahlbar", erzählt Heider.

Besucher, die nach den ersten Weihnachtseinkäufen hungrig oder durstig waren, bekamen beim Basar im Stift zudem ausreichend Gelegenheit dazu, ihren Appetit zu stillen: Es gab Erbsensuppe, frische Waffeln, Liköre, Gelees und Plätzchen.

Quelle: RP
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