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Hückeswagen
Fast 800 Triathleten in Hückeswagen

Hückeswagen: Fast 800 Triathleten in Hückeswagen
Nach dem Schwimmen in der Bever ging's vom Parkplatz oberhalb der DLRG auf die Radstrecke. Dort wechselten die Triathleten später auch zum Laufen. FOTO: Moll
Hückeswagen. Beim 34. ATV-Triathlon lieferten am Samstag nicht nur die Athleten Bestleistungen, auch die 200 Helfer und die vielen Zuschauer am Rand sorgten für einen tollen Sporttag. Zudem spielt das Wetter mit viel Sonne perfekt mit. Von Wolfgang Weitzdörfer

"Vorsicht! Platz für die Athleten", rufen die Helfer in den gelben Warnwesten. Sie sichern so den Übergang zur Radstation und müssen die zahlreichen Besucher nahe der "Zornigen Ameise" darauf aufmerksam machen, dass sie den Sportlern im Weg stehen. Die laufen - mal alleine, mal zu zweit, dann in größeren Grüppchen - den Weg von der DLRG-Wachstation zum Staudamm hoch. Die Neoprenanzüge sind teils noch angezogen, teils schon halb ausgezogen und baumeln über den Hüften. Oben angekommen überqueren sie die Straße und suchen sich das zuvor abgestellte Fahrrad, um sich, gestärkt durch den Applaus der Zuschauer, auf den zweiten Abschnitt des ATV-Triathlons zu machen.

Der findet in diesem Jahr zum 34. Mal statt, und der langjährige Vorsitzende Jürgen Dickentmann, der schon seit vielen Jahren für die Organisation mitverantwortlich ist, freut sich über die rund 800 Teilnehmer. Er ist mit dem Ablauf des Triathlon-Wettbewerbs mehr als zufrieden: "Ich bin nach 30 Jahren, die ich den Triathlon nun schon betreue, in diesem Jahr zum ersten Mal die Radstrecke mit dem Motorrad abgefahren", erzählt er. Aufgefallen sei ihm vor allem eines: "Es ist wunderbar ruhig, die Strecke ist perfekt abgesperrt und die Sicherheit somit absolut gewährleistet."

Für diesen reibungslosen Ablauf und die Sicherheit sorgen rund 200 Helfer. "Zu einem großen Teil sind das natürlich ATV-Mitglieder. Aber auch die Kameradinnen und Kameraden von DLRG und Rotem Kreuz sind eine große Hilfe. Natürlich darf auch die Polizei nicht fehlen", zählt Dickentman auf. Ebenfalls wichtig ist die Präsenz von Dr. Anne Kunde, die als Notärztin an diesem Tag jedoch keinen Einsatz haben soll, dennoch immer vor Ort ist. "Sie ist die Tochter von Dr. Max Kneher, der in den vergangenen Jahren immer als Notarzt dabei war", erzählt Dickentmann. Der sei manchmal tatsächlich nötig gewesen: "Wir hatten schon einige schlimme Stürze in der Vergangenheit. Aber wir kennen mittlerweile die gefährlichen Stellen auf der Strecke."

Auch wer mit dem Triathlon nichts zu tun hat, dem fällt das Drumherum im Stadtbild natürlich auf: So stehen etwa je zwei Polizisten und Helfer an der Bushaltestelle "Wupperbrücke" und stoppen den Verkehr auf der Rader Straße, wenn die Sportler die Straße überqueren müssen, um Richtung Sportplatz Schnabelsmühle zu laufen. Immer wieder fallen auch rote Absperrbänder auf, die die Strecke markieren. "Es ist ein großer Aufwand, aber wir sind genug Helfer, so dass das perfekt läuft", betont Dickentmann, der selbst die meiste Zeit an der Radstation präsent ist.

Traditionell ist der ATV-Triathlon zweigeteilt - in den kürzeren Volkstriathlon und in den längeren Mitteltriathlon. Zudem wird die Westdeutsche Meisterschaft im Mitteltriathlon ausgetragen: "Da sind schon eine ganze Menge Top-Athleten vor Ort. Aber der Triathlon bleibt dennoch familiär, das ist uns wichtig", sagt Dickentmann.

Sowohl die Volks-, als auch die Mittel-Triathleten können stolz nach Hause gehen. Haben sie doch beachtliche 500 Meter (Mittel-Triathlon: 2000 Meter) in der recht kühlen Bever schwimmend zurückgelegt, sind 20 Kilometer (74) geradelt und zum Abschluss noch fünf Kilometer (20) gelaufen. "Da weiß man, was man getan hat", betont ein älterer Zuschauer am Beverdamm anerkennend, als einmal mehr eine Gruppe von Triathleten von der Rad- auf die Laufstrecke wechselt.

Quelle: RP
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