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Hückeswagen
Förderverein wirbt um mehr Mitglieder

Hückeswagen: Förderverein wirbt um mehr Mitglieder
Carsten Hammer möchte sich für die Löwengrundschule einsetzen und sucht weitere Mitstreiter. FOTO: Meuter
Hückeswagen. An der Löwengrundschule möchte der neue Vorsitzende Carsten Hammer unbedingt mehr Mütter und Väter für eine freiwillige Mitarbeit gewinnen. Zurzeit zählt der Verein nur 123 Mitglieder, obwohl 264 Kinder die Einrichtung besuchen. Von Joachim Rüttgen

Das ist schon ein krasses Missverhältnis: Zurzeit besuchen 264 Kinder die Löwengrundschule, aber der Förderverein zählt nur 123 Mitglieder - viel Arbeit für den neuen Vorsitzenden Carsten Hammer. Der 44-jährige Chemieingenieur möchte unbedingt mehr Eltern für eine Mitgliedschaft und freiwillige Mitarbeit im Förderverein gewinnen.

Hammer hat festgestellt, dass die Eltern schon immer sehr zurückhaltend waren, wenn es darum ging, den Förderverein zu unterstützen. "Dabei geht es um das Wohl der Kinder", sagt er. Demnächst findet wieder ein Infoabend für die neuen Erstklässler statt, da will sich der Vorstand präsentieren. "Wir müssen uns bekannter machen, denn ohne uns könnte die Schule viele Dinge nicht bewerkstelligen", sagt er. Zum einen finanziere der Förderverein die Arbeitsgemeinschaften für Französisch, Schach und den Schulchor, außerdem den Kursus "Gewaltfrei lernen". Das Klettergerüst auf dem Schulgelände hat der Verein mitfinanziert, der alle vier Jahre stattfindende Zirkus werde unterstützt, außerdem schafft der Förderverein Lernhilfen für die Schüler und tätigt Anschaffungen für die Lehrer, für die sonst die Eltern aufkommen müssten. "Auch beim Martinszug und bei der Lehrerfortbildung binden wir uns ein", sagt Hammer, der in Pforzheim geboren wurde und seit 2006 in Hückeswagen lebt. Der 44-Jährige ist verheiratet und hat eine Tochter. Nele geht in die erste Klasse der Löwengrundschule.

Dass sich die Schule in einer Umbruchphase befindet und die Eltern auch deshalb unsicher sind, ist Hammer nicht entgangen. "Aber der Blick muss nach vorne gehen", sagt er. Auch wenn sich schon jetzt abzeichne, dass die nächsten Jahrgänge an der Löwengrundschule nur noch zweizügig seien. Gerade aus den Neubaugebieten erhofft sich Hammer einen deutlich größeren Zulauf. "Die Kinder kommen gerne in unsere Schule", sagt er. Und in eine Schule, in die Kinder gerne gehen, lernen sie auch gerne. Schade sei das geringe Interesse der Eltern - und das bei einem Mindestjahresbeitrag von nur zwölf Euro. "Jeder darf gerne mehr geben oder spenden", wirbt Hammer. Dankbar sei er für Spenden der Firmen. "Denn um freiwillige Helfer müssen wir regelrecht betteln", sagt er. Und im Endeffekt seien es immer die gleichen Personen, die sich einsetzen. "Wir tun das für unsere Kinder, gibt es eine größere Motivation?", fragt Hammer. Aber die generelle Bereitschaft, sich einzusetzen, nehme ab. "Es ist einfacher, auf der Couch zu liegen, als selbst etwas zu tun", sagt der Vorsitzende, der auch beim ATV freiwillig mithilft und als Schülerlotse agiert.

Für die Löwengrundschule hofft er auf mehr Normalität und Kontinuität, was bei der Diskussion um den Schulstandort nicht einfach wird. Die Meinungsfindung dazu sei im Vorstand noch nicht abgeschlossen, sagt Hammer, der den Standort an der Kölner Straße trotz bestehender Mängel für gut hält. Denn der Zustand des Realschulgebäudes, in die die Grundschule umziehen soll, sei auch nicht gerade rosig.

Quelle: RP
 
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