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Hückeswagen
Hauptschule für weiteres Jahr gesichert

Hückeswagen: Hauptschule für weiteres Jahr gesichert
Der Unterricht an der Montanusschule kann ganz normal weitergehen, denn ihre Existenz ist vorerst gesichert. Wurden doch für das kommende Schuljahr mehr als die mindestens 18 benötigten Fünftklässler angemeldet. FOTO: Stephan Büllesbach
Hückeswagen. Mindestens 18 Anmeldungen für das kommende fünfte Schuljahr wären notwendig gewesen, 20 Kinder wurden in der Vorwoche an der Montanusschule angemeldet. Die Realschule erhält 51 Fünftklässler, ein Drittel kommt von auswärts. Von Stephan Büllesbach

Etwa 115 Kinder, die derzeit noch die vierten Klassen der beiden Grundschulen in der Stadt besuchen, werden nach den Sommerferien an eine weiterführende Schule wechseln. 20 von ihnen sind an der Hauptschule angemeldet worden, 51 an der Realschule. Die anderen werden überwiegend die Gymnasien in Wipperfürth besuchen, einige Eltern haben ihre Kinder aber auch an Gesamtschulen in Marienheide und Remscheid sowie an den Sekundarschulen in Radevormwald und Wermelskirchen angemeldet. Die wichtigste Nachricht gestern aber war, dass die Montanusschule wieder eine Eingangsklasse bilden kann und ihre Existenz somit gesichert ist. Wäre die Mindestanzahl von 18 Fünftklässlern deutlich unterschritten worden, wäre die Hauptschule in fünf Jahren ausgelaufen. An der Realschule werden zum Schuljahr 2018/19 zwei neue fünfte Klassen gebildet.

"Wir sind glücklich und zufrieden", lautete dann auch gestern Morgen das Fazit von Gerd Püschel, dem Leiter der Montanusschule. Am Montagnachmittag hatten er und seine Realschul-Kollegin Christiane Klur die letzten Gespräche mit Eltern geführt, die ihre Kinder statt auf die Realschule aufs Gymnasium oder statt auf die Haupt- auf die Ralschule schicken wollen - trotz der entsprechenden Grundschul-Empfehlung. Bei drei Elternpaaren steht die Entscheidung noch aus, wohin sie ihre Kinder zum neuen Schuljahr schicken werden, da sie aus Krankheitsgründen noch nicht zur Anmeldung kommen konnten.

"Klar hätten wir lieber drei Eingangsklassen", sagte Püschel lachend. "Aber wir leben nunmal von der Hand in den Mund." Und das schon seit zehn Jahren. Damals hätte auch die Hauptschule in Morsbach Schwierigkeiten gehabt. Während die dort inzwischen ausgelaufen und dank Sonderregelung durch eine Gemeinschaftsschule ersetzt wurde, "sind wir immer noch hier", sagte Püschel mit einer gewissen Genugtuung.

Ob die Montanusschule, wie in all den Jahren, ab der siebten Klasse wieder zweizügig planen kann, konnte Püschel nicht sagen: "Ich gebe dazu keine Prognose mehr ab", betonte er. Die Wahrscheinlichkeit aber ist groß, dass Kinder auch in zwei Jahren von der Realschule und sogar vom Gymnasium an die Hückeswagener Hauptschule wechseln werden. Das war in der Vergangenheit jedes Jahr so.

Weniger zufrieden ist dagegen Christiane Klur. Wurden für dieses Schuljahr noch knapp 60 Fünftklässler angemeldet, was eine Dreizügigkeit bedeutet, hat die Realschule für 2018/19 lediglich 51 Anmeldungen erhalten. Das reicht nur noch für zwei Eingangsklassen. Klurs Fazit: "Ich hatte vorher keine Erwartungen. Es ist wie es ist."

Bürgermeister Dietmar Persian freut sich derweil, dass die Hauptschule weitergeführt werden kann: "Das bestätigt ihren guten Ruf und dass wir in Hückeswagen einen Bedarf dafür haben." Mit den Anmeldezahlen für die Realschule ist er zufrieden: "Auch das zeigt ihren guten Ruf", meint Persian. Überhaupt ginge etwa die Hälfte der jetzigen Viertklässler im neuen Schuljahr auf eine weiterführende Schule in Hückeswagen. Was beim Bürgermeister ebenfalls für Optimismus sorgt.

Quelle: RP
 
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