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Hückeswagen
In den Kirchen gibt es immer was zu tun

Hückeswagen. Einen Investitionsstau gibt es bei den hiesigen Gotteshäusern zwar nicht. Dafür muss aber ständig irgendetwas getan werden, um möglichen Schäden vorzubeugen. Die Haushalte werden dadurch arg strapaziert. Von Joachim Rüttgen

Es vergeht kaum ein Tag, an dem sich die Kirchengemeinden in Hückeswagen und Radevormwald keine Gedanken um den Zustand ihrer Gotteshäuser machen. Um größere finanzielle Belastungen zu vermeiden, wird meist sukzessive saniert und erneuert. Katholischer Seelsorgeverband Radevormwald-Hückeswagen In den katholischen Kirchen besteht ständig Sanierungsbedarf, dennoch sind die Häuser nach Einschätzung von Pastor Marc Dominikus Klein in einem guten Zustand. Es obliege den Kirchenvorständen, ständig ein Auge auf die Kirchen zu haben. Während in Radevormwald (St. Marien und St. Josef Vogelsmühle) zurzeit keine größeren Renovierungen anstehen, ist der Sanierungsstau bei der Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt in Hückeswagen größer aufgrund der Konstruktion des Daches. "Akute Gefahr besteht nicht, aber mittelfristig müssen wir einen sechsstelligen Betrag investieren", sagt Klein.

Das Dach entspreche nicht mehr dem heutigen Standard, es ziehe und es regne gelegentlich rein. "Wenn es tropft, müssen wir aufpassen", sagt er. Deshalb werde laufend investiert und nicht auf große Schäden gewartet. Der Bauausschuss schaue sich die Kirchen jährlich an und protokolliere alles im Hinblick auf Funktionsfähigkeit und Sicherheit. Bis zu einem Betrag von 15 000 Euro dürfen die Katholiken Maßnahmen in Eigenregie verabschieden, alles darüber hinaus muss das vom Erzbistum absegnen. Pauluskirche In keinem schlechten Zustand präsentiert sich zurzeit die evangelische Pauluskirche an der Marktstraße. Wie Pfarrer Klaus-Peter Suder als Vorsitzender des Presbyteriums mitteilt, gebe es immer mal wieder Stellen, die aufgrund ihres Alters nachgebessert werden müssen. "Unsere Hauptsorge gilt aber dem Dach, das erneuert werden muss", sagt er. Das werde den Haushalt der Evangelischen Kirchengemeinde enorm belasten. Suder rechnet mindestens mit einer hohen fünfstelligen Summe.

Ansonsten seien keine größeren Maßnahmen geplant. Über dem Eingang zur Kirche verwittere das ehemalige Siegel der damaligen Kirchengemeinde. "Da müssen wir mit dem Denkmalschutz und den entsprechenden Fachleuten überlegen, wie wir das Siegel instandhalten", sagt Suder. An der Pauluskirche werden sukzessive gearbeitet, um keine größeren Ausgaben auflaufen zu lassen. Wenn aber Reparaturen nicht mehr helfen, müsse halt Grundsätzliches getan werden. Flickschusterei mache da auf Dauer keinen Sinn. "Der Baukirchmeister hat das im Blick", versichert Suder. Kolumbarium (ehemalige Johanniskirche) Hier dürften nach Ansicht von Suder in nächster Zeit keine größeren Investitionen anfallen. Vor zehn Jahren sei das Dach des Gebäudes erneuert worden. "Beim Dachdecken haben wir festgestellt, dass der Turm wackelte. Daraufhin haben wir ihn neu befestigen lassen", sagt der Vorsitzende des Presbyteriums. Auch innen sei das Gotteshaus gestrichen worden. Es werde immer wieder was getan, damit nichts Dramatisches anfalle.

Quelle: RP
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