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Hückeswagen
K 5-Umbau an Bever für mehr Sicherheit

Hückeswagen: K 5-Umbau an Bever für mehr Sicherheit
Der Parkplatz am Beverdamm ist bei schönem Wetter Anlaufpunkt vor allem für Biker. Der Kreis will den Bereich im nächsten Jahr umgestalten. FOTO: St. Büllesbach
Hückeswagen. Aus Verkehrssicherheitsgründen will der Kreis den Bereich der K 5 am Beverdamm im nächsten Jahr umbauen lassen. Die Pläne dazu stehen bereits, doch zunächst muss morgen, Mittwoch, der Kreisbauausschuss darüber entscheiden. Von Stephan Büllesbach

Fünf Unfälle im direkten Bereich des Beverdamms mit mehreren Schwer- und Leichtverletzten hat es seit Oktober 2014 gegeben. Involviert waren Autos wie Motorräder, Traktoren wie Sattelschlepper, Fahrräder wie Fußgänger. Dazu kamen im gleichen Zeitraum fünf weitere Unfälle mit Motorradfahrern bei der An- und Abfahrt zur und von der Bever. Diese Zahlen nennt Stefan Weidemann vom Amt für Planung und Straße des Oberbergischen Kreises auf Anfrage unserer Redaktion.

Nicht zuletzt deshalb will der Kreis nun einen Teil einer Baumaßnahme um zwei Jahre vorziehen. So soll die Kreisstraße 5, die von Kleineichen hoch zur Bever und von dort weiter Richtung Radevormwald führt, 2019 umgebaut werden. Laut Ausschussunterlagen für 800.000 Euro. Der Umbaubedarf stehe bereits seit einigen Jahren im Raum, heißt es dort. Nur hatte das Projekt bislang noch keine hohe Priorität, weil die Fahrbahn ausreichend breit und noch in einem akzeptablen Zustand ist. Auch ist die gesamte Strecke nicht durch Unfälle auffällig geworden.

Doch der Bereich zwischen Beverdamm und Oberlangenberg soll nun nach dem Willen der Kreisverwaltung schon 2017 ein verändertes Gesicht bekommen. Mehrere Gründe haben die Planer in Gummersbach dazu veranlasst, das der Politik vorzuschlagen, die den Plänen letztlich zustimmen muss. So gibt es keine Flächen für Fußgänger oder Radfahrer, die deshalb auf der Fahrbahn unterwegs sind. Zudem sind vor allem an schönen Wochenenden viele Menschen an der Talsperre. Und gerade der Beverdamm hat sich zu einem Treffpunkt für Motorradfahrer entwickelt. Zum Teil stehen dort bis zu 300 Motorräder.

"Diese im Sinne des Freizeitwertes und der Tourismusförderung seitens der Stadt Hückeswagen und auch des Oberbergischen Kreises sicherlich begrüßenswerte Situation birgt allerdings erhebliche Probleme für die Verkehrssicherheit", heißt es in der Ausschussunterlage. So bringe die große Zahl der abgestellten Motorräder (und auch der Autos) mit sich, dass der verfügbare Parkraum im Dammbereich kaum und zeitweilig gar nicht ausreiche und die Fahrzeuge deshalb bis an die Fahrbahnkante und sogar in die Fahrbahn hinein geparkt würden.

Und noch ein Problem hat das Kreisplanungsamt ausgemacht: "Da die Straße Beobachtungen zu Folge manchmal zudem für Fahrvorführungen durch Biker benutzt wird, gibt es ein hohes Konfliktpotenzial zwischen Aufenthaltsfunktion und Fahrverkehr." Dazu kamen in den vergangenen Monaten eben mehrere Unfälle, nach dem es lange Zeit keine gegeben hatte.

Da der Kreis der Straßenbaulastträger und damit verantwortlich für die Verkehrssicherheit ist, soll der Bereich nun umgebaut werden. Das Kernproblem sei die Lage der Fahrbahn zwischen den Parkplätzen und den zu kleinen Geh- und Ruheflächen am Talsperrenrand. Daher soll nun die K 5 von der Wasser- an die Hangseite verlegt werden. "Dadurch könnte der Parkplatz und eine ausreichend dimensionierte Fläche für Fußgänger und Radfahrer mit einer vergrößerten Ruhezone am Talsperrenüberlauf an der Wasserseite zusammengerückt werden", heißt es in den Unterlagen. Dadurch sollen dann die vielen Fahrbahnüberquerungen ein Ende haben. Rund 175.000 Euro sollen diese Arbeiten kosten.

Den Befürchtungen vieler Biker, ihr Treff könnte geschlossen werden, widersprich das Kreisplanungsamt: "Trotz verständlicher Beschwerden über Lärm und teils zu hohe Geschwindigkeiten von Motorrädern im gesamten Umfeld der Bever-Talsperre darf diese Reaktion nach Einschätzung der Verwaltung aber nicht darin bestehen, die K 5 als grundsätzlich dem gesamten öffentlichen Verkehr zugänglichen Straße für Motorräder zu sperren und damit den Bikertreff faktisch aufzulösen." Die Planer gehen davon aus, dass es auch zukünftig keine besondere Häufung signifikanter Unfälle und auch keinen Missbrauch der Straßen entlang der Bever für verbotene Rennen geben wird. Daher "wäre eine solche Sperrung als unangemessener Eingriff in die Freizügigkeit rechtlich nicht durchsetzbar". Für die Zeit der Bauarbeiten aber müssten die beiden Verkaufsbuden weichen.

Quelle: RP
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