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Hückeswagen
Liebe, Lust und Leidenschaft bei der Wipperwagen-Premiere

Hückeswagen: Liebe, Lust und Leidenschaft bei der Wipperwagen-Premiere
"Love-Jogging" hieß es am Wochenende gleich zweimal im Kultur-Haus Zach mit dem Amateurtheater "Wipperwagen". FOTO: Jürgen Moll
Hückeswagen. Mit einer turbulenten Boulevard-Komödie über Liebe, Lust und Leidenschaft feierte der Amateurtheaterverein "Der Wipperwagen" am Wochenende Premiere im Kultur-Haus Zach. Gleich an zwei Abenden hintereinander füllte er mit seinem Stück "Love Jogging" von Derek Benfield den Saal der Kulturstätte.

Schon von Anfang an war klar: Das endet im Desaster! Ehemann Brian, ein stattlicher Mann mit Wohlstandsbäuchlein, wird von seiner Frau Hilary dazu aufgefordert, mehr Sport zu treiben. Sein wöchentliches Joggingtraining nutzt er als Vorwand, sich mit seiner Geliebten Wendy im Haus seines Freundes George zu vergnügen, denn dessen Ehefrau ist auf Geschäftsreise.

George deckt den Ehebruch seines Kumpels eigennützig: Denn während Brian sich mit Wendy vergnügt, trifft sich George, der vorgibt, Darts spielen zu gehen, mit Brians Ehefrau Hilary. Dass das nicht gut gehen kann, war den Besuchern im nahezu ausverkauften Kultur Haus Zach nach nur wenigen Minuten bewusst. Als Georges Frau Jessica nun aber früher nach Hause kommt und Brian mit Wendy in ihrer Wohnung erwischt, fangen die Erklärungsversuche an, was alles nur noch mehr verwirrt. Am Ende fliegt - selbstverständlich - alles auf und es wird klar: In dieser Fünfer- Konstellation ist auch wirklich niemand treu.

Für gute zweieinhalb Stunden hatten die Besucher der Premierenvorstellung am Freitag sowie der Aufführung am Samstag viel zu lachen. Das Ensemble zeigte unter der Regie von Oliver Hecker buchstäblich vollsten Körpereinsatz: Vor allem die beiden Herren Brian, charismatisch und humorvoll gespielt von Oliver Hecker, und George, dessen Rolle Norbert Becker am authentischsten von allen gekonnt wiedergab, ließen auf der Bühne mehrfach die Hosen runter. Das sorgte für kreischendes Gelächter, besonders bei den Damen im Publikum, die sich deutlich hörbar und sichtbar amüsierten.

Eine einfache Kulisse, bestehend aus einer Ebene, zeigte dank verschiedener Farben, zwei Wohnungen, in denen sich die Komödie abspielte. Der Amateurtheaterverein sparte damit Umbauzeiten. Mit den verschiedenen Scheinwerfern, die ja nach Szene die eine Hälfte ausleuchtete oder die andere, war klar, wo sich die Situation gerade abspielte. Ute Joho überzeugte in ihrer Rolle als Jessica, eine Geschäftsfrau von Welt, und amüsierte mit ihrer teilweise naiven Einsicht, was die ganze Geschichte noch weiter verdrehte und für viele Lacher im Publikum sorgte. Auch Maybritt Schützenmeister als Wendy und Ricarda Scheer als Hilary lieferten einen passablen Auftritt ab. Unter dem Strich war es alles in allem ein gelungenes Stück.

(sebu)
 
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