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Hückeswagen
Schwerverletzte optimal versorgen

Hückeswagen. Neun Kliniken als "Bergisches Traumanetzwerk" erneut zertifiziert.

Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) hat das "Bergische Traumanetzwerk" erneut zertifiziert. Die Fachgesellschaft bescheinigt damit neun Krankenhäusern aus der Region, dass die vorgegebenen Strukturen zur optimalen Versorgung von Schwerstverletzten nachhaltig aufrechterhalten werden. Die Helios-Klinik Wipperfürth gehört dazu. Die Urkunden wurden nun an alle Häuser - neben Wipperfürth auch in Wuppertal, Solingen, Haan, Hilden und Wermelskirchen - übergeben.

Die Helios-Klinik ist seit drei Jahren Teil des Traumanetzwerkes und selbst als "Lokales Traumazentrum" zertifiziert. "So können wir nicht nur Schwerstverletzten hier vor Ort eine optimale Versorgung bieten, sondern auch zum Beispiel bei schweren Schädel-Hirn-Traumata eine schnelle Weiterversorgung in der Region garantieren - zum Wohle unserer Patienten", sagt Dr. Volkhart Rolf, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie und Leiter des Wipperfürther Traumazentrums. Seit dem Start sind 50 Patienten jährlich durch das Zentrum in Wipperfürth versorgt worden.

Es dient dazu, durch festgelegte Strukturen und eingeübte Abläufe auf alle beteiligten Professionen vom Anästhesisten bis zum Unfallchirurgen zurückgreifen zu können und Unfallopfer in größtenteils lebensbedrohlichen Situationen schnell und dennoch bestmöglich zu versorgen. "Dies ist besonders in einem ländlichen Umfeld wie dem unsrigen sehr wichtig", sagt Rolf. Alle beteiligten Häuser arbeiten Tag für Tag intensiv daran, die hohen Qualitätsanforderungen auf Dauer zu erfüllen, da sind sich alle beteiligten Kliniken einig. Die jetzt erfolgte Rezertifizierung sehen sie als Bestätigung dieser Bemühungen.

Die DGU hat in den vergangenen Jahren die Einführung von Traumanetzwerken und Traumazentren intensiv vorangetrieben. Nachgewiesen ist, dass sich aufgrund einer fachübergreifenden Zusammenarbeit die Überlebenschancen von Unfallopfern deutlich erhöhen. Gleichzeitig profitieren die Kliniken von einem regelmäßigen Informationsaustausch, der zum Beispiel aufgrund von Nachbesprechungen konkreter Fälle gewährleistet wird.

Neben der nun erfolgten Rezertifizierung des gesamten Netzwerkes, bei dem vor allem die übergeordneten Strukturen und Koordination innerhalb des Verbundes geprüft wurden, steht für die Helios-Klinik Wipperfürth im Sommer noch die Rezertifizierung des eigenen "Lokalen Traumazentrums" an.

(rue)
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