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Hückeswagen
Stadtbibliothek startet mit der "Onleihe"

Hückeswagen: Stadtbibliothek startet mit der "Onleihe"
Schon im September 2014 machte Bibliotheksleiterin Beate Breidenbach Werbung für die Onleihe, die damals aber nur über die Bücherei in Gummersbach möglich war und zusätzliche Kosten verursachte. FOTO: nico hertgen (Archiv)
Hückeswagen. Ab sofort können Kunden der Bücherei 24 Stunden lang rund um die Uhr digitale Medien ausleihen. Von Joachim Rüttgen

Die Nachfragen häuften sich. "Immer wieder mussten wir Kunden vertrösten, jetzt starten wir endlich", sagt die Leiterin der Stadtbibliothek, Beate Breidenbach. Seit gestern geht es per Mausklick ins digitale Bücherregal, um E-Books und Hörbücher auszuleihen. Nutzer mit einem gültigen Leseausweis können rund um die Uhr digitale Medien bei der "Bergischen Onleihe" nutzen.

"Wir wollen neue Kunden gewinnen", sagt Beate Breidenbach. Vorteil der Onleihe sei, dass die Geräte einfacher in der Hand zu halten seien als so manches Buch. "Und die Buchstaben lassen sich größer stellen", erklärt die Leiterin. Kollegen in anderen Büchereien hätten von einem großen Ansturm auf das neue Angebot berichtet. Darauf hofft auch Beate Breidenbach. Ihre Kollegen hätten den Service bereits erfolgreich getestet. "Wichtig ist, dass die Nutzer die Anleitung genau lesen und ihr Schritt für Schritt folgen", sagt sie. Das Prinzip der digitalen Ausleihe sei einfach: Auswählen, einloggen, herunterladen. Finanziert wird das Projekt durch Land, Stadt, Freundeskreis und durch die Firma Pflitsch.

Mit der Onleihe kann jeder Kunde aktuelle Bestseller oder Hörbücher ausleihen, egal ob von zu Hause oder unterwegs. Er braucht einen Internetanschluss sowie einen PC, Laptop, Tablet, E-Reader, mp3-Player oder Smartphone. Der zusätzliche Service ist kostenlos. Auch Mahngebühren gibt es nicht. Nach Ablauf der Ausleihfrist lässt sich die Datei einfach nicht mehr öffnen. Im Bestand befinden sich Bücher, Hörbücher, Musik, Videos, Zeitschriften und Zeitungen in digitaler Form. Die Leihfristen unterscheiden sich je nach Medium: ePaper können zwei bis 24 Stunden gelesen werden, eBooks 21 Tage. Der Ausleihvorgang ähnelt dem Einkaufen in einem Onlineshop. Der Kunde kann auf dem Internetportal oder mit der Onleihe-App den Medienbestand durchforsten und Titel in einen Waren- bzw. Medienkorb legen. Zum Ausleihen meldet er sich mit den Zugangsdaten seines Benutzerausweises an. Mit wenigen Klicks lässt sich die Datei auf das Endgerät übertragen. Auf den meisten handelsüblichen E-Readern ist die Lektüre möglich. Ausnahme: die Kindle-Geräte von Amazon. Sie können nur die speziellen Amazon-Formate lesen.

Wer mitmachen will, benötigt die kostenlose Software Adobe Reader, Adobe Digital Editions, Windows Media Player oder die Onleihe-App. Einmalig muss eine "Adobe ID" eingerichtet werden, damit die Medien geöffnet werden können. Sie sind mit einem digitalen Kopierschutz versehen. Viele Fragen werden über das Nutzer- und Austauschforum userforum.onleihe.de beantwortet. Sind alle zur Verfügung stehenden Exemplare eines Titels entliehen, können diese mit einem Klick vorgemerkt werden. Zunehmend ermöglicht die Onleihe auch die Parallelausleihe, so dass vor allem bei stark gefragten Bestsellern die Wartezeit verkürzt oder vermieden wird. Aktuell bieten 2500 Bibliotheken Onleihe an - Tendenz steigend. Parallel dazu digitalisieren immer mehr Verlage ihr Angebot. www.bergische-onleihe.de www.onleihe.net www.stadtbibliothek-hueckeswagen.de

Quelle: RP
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