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Gut Gemacht
GBS finanziert mit den restlichen 1800 Euro das Kinderdorf im August

Hückeswagen. HÜCKESWAGEN Die freudige Nachricht erreicht Andrea Poranzke ausgerechnet im Urlaub. Es ist ein Dienstanruf für die Stadtjugendpflegerin und Leiterin des Jugendzentrums: Thomas Nebgen, Vorstandsvorsitzender der Genossenschaft für Bau und Siedlungswesen (GBS), ist am anderen Ende der Leitung und verkündet, dass die GBS die fehlenden 1800 Euro spenden werde, damit das Kinderdorf vom 1. bis 12. August gesichert ist. "Ich habe mich sehr über den Anruf gefreut", sagte Andrea Poranzke gestern bei der Scheckübergabe im Büro der GBS. Damit reiht sich die Genossenschaft in die lange Liste der Sponsoren ein, die das Ferienprojekt für Kinder in seiner dritten Auflage unterstützen.

Für das Kinderdorf gibt es kein Budget. Die Kosten von 30.000 Euro werden über Geldgeber wie die Stiftung der Sparkasse Radevormwald-Hückeswagen, etliche Einzelspender oder eben Firmen hereingeholt. Das Kinderdorf ist dennoch ein großer Erfolg: 2015 lag das Limit bei 100 Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren, in diesen Sommer könnten sogar bis zu 150 Kinder in das Dorf einziehen, das im Jugendzentrum in den ersten beiden Augustwochen entstehen wird. Mehr als 60 Helfer müssen in diesem Jahr bezahlt und alle entstehenden Kosten gedeckt werden.

"Viele Kinder unserer Mieter nehmen das Angebot wahr", sagte Nebgen. Deswegen sei schnell klar gewesen, dass die Genossenschaft mithelfen werde. Der GBS-Chef sieht in der Spende auch langfristig Vorteile: "Dass Hückeswagen eine attraktive Wohngegend bleibt, liegt auch in unserem Interesse." Das Kinderdorf sei eine schöne Idee, um Kindern einen Ferienspaß zu garantieren, die in den Sommerferien nicht in den Urlaub fahren. Und die Nachfrage ist ungebrochen groß. 110 Anmeldungen sind bereits eingegangen, die Lebenshilfe schickt einige Kinder, so dass es noch eine Hand voll Plätze gibt. Auch Flüchtlingskinder und Kinder mit Behinderungen können in das integrative, inklusive Dorf einziehen.

Über ein Versprechen durfte sich Andrea Poranzke gestern besonders freuen: "Nächstes Jahr wollen wir Patenschaften für Kinder unserer Mieter übernehmen", versprach Nebgen. Sein Ausblick in die Zukunft schlägt in dieselbe Richtung, die auch Poranzke beschäftigt. Sie betonte, wie wichtig ihr die langfristige Finanzierung sei. Und sie sieht eine Chance in dem Engagement der Wirtschaft: "Wir nutzen die Synergieeffekte, um die Kinder mit der regionalen Wirtschaft in Kontakt zu bringen." Im August steht aber in erster Linie der Spaß für die Kinder im Mittelpunkt. JESSICA BALLEER

Quelle: RP
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