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Triathlon
Sehnke quält sich beim Ironman ins Ziel

Hückeswagen. HÜCKESWAGEN (büba) Es war wohl seine schlechteste Leistung in diesem "Jubiläumsjahr" - der Start des Hückeswageners Peter Sehnke am Wochenende beim Ironman-Triathlon in Frankfurt war sein 19. insgesamt, und in zwei Wochen will er eigentlich im fränkischen Roth seinen 20. Ironman im 20. Jahr bestreiten. "Aber das dürfte jetzt äußerst knapp werden", sagte Sehnke nach seiner Rückkehr. Dabei war sein "langer Kampf" am Sonntag in Frankfurt nach 3,8 Kilometern schwimmen, 180 Kilometern Rad fahren und einem Marathonlauf (42, 195 Kilometer) nach 14 Stunden und 30 Minuten beendet, und er war damit unter der erlaubten Zeit von 15 Stunden geblieben. Letztlich war es die ungünstige Vorbereitung, die ein besseres Ergebnis verhinderte.

"Da ich bis April intensiv Tischtennis gespielt haben - Aufstieg in die Landesliga mit Kolping Remscheid -, hatte ich eine Vorbereitung von drei Monaten, was extrem knapp ist für einen Ironman." Eigentlich wollte Sehnke in Ruhe am Freitag anreisen, aber aus familiären Gründen konnte die halbe Familie erst spontan am Samstag losfahren. Dann folgte der nächste Stress: Beim Zusammensetzen des Fahrrads stellte der Hückeswagener fest, dass die Hinterbremse abgebrochen war. Immerhin gab's im nächsten Radladen eine neue. Nach dem Check-in ging's mit Bekannten in Hanau zum Fußballgucken - beim Italiener. "Wir erlebten einen unfassbarer Abend voller Emotionen, 40 Italiener und fünf Deutsche. Das waren schon Emotionen pur und ein ,Ironman' zumindest für den Kopf." Sehnke bekam danach gerade mal eine Stunde Schlaf, und auch die Nacht davor waren es nur vier Stunden gewesen. So ging er völlig müde an den Start - "vielleicht war das auch ein Grund dafür, warum die folgenden Missgeschicke passiert sind".

Es ist üblich, dass sich die Triathleten vor dem Schwimmstart gegeneinander den Neoprenanzug zuziehen. Bei Sehnke scheint das nicht geklappt zu haben, denn nach 1000 Meter fühlte sich das Schwimmen merkwürdig an. Später beim Ausstieg aus dem Wasser machte ihn ein Konkurrent darauf aufmerksam, dass der Neoprenanzug nicht richtig zu sei. Daher hatte er sich bereits vollgesaugt; die Schwimmzeit war entsprechend mäßig.

Auf dem Rad lief's zunächst richtig rund. Dann aber kam ein Einbruch, den sich Sehnke zunächst nicht erklären konnte. So hielt er einmal an und schaute nach: Das Hinterrad drehte sich nicht richtig und schleifte am Rahmen. Noch vier weitere Mal musste er anhalten und das Hinterrad neu einstellen, doch es hielt nie. "Eigentlich wollte ich dann auf den Besenwagen warten", berichtete Sehnke. Doch statt aufzugeben, fuhr er weiter und erreichte tatsächlich die Wechselzone. Beim abschließenden Marathonlauf ging es nur noch ums Ankommen - und wenigstens das hatte geklappt. Sehnke: "Jetzt bin ich viel platter, als ich vorher gehofft hatte."

Quelle: RP
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