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Hückeswagen
Trödeln für Hückeswagener Projekte

Hückeswagen: Trödeln für Hückeswagener Projekte
Wilfried Stawicki, der sein Lager für den Hauströdel zugunsten des Ein-Euro-Vereins ausgeräumt hatte, zeigt den Besucherinnen Angelika Möller und Claudia Bauer (mit Leander) einige seiner Sammlerschätze. FOTO: Jürgen Moll
Hückeswagen. Der vor einigen Monaten neu gegründete Ein-Euro-Verein geht ungewöhnliche Wege der Spendenakquise: Für das Wochenende hatte er einen Hauströdel in Wiehagen organisiert, dessen Erlös in die Vereinskasse fließen wird. Von Maren Panitz

Wenn der Speicher mit teils historischen, teils antiquarischen und teils einfach im Laufe von Jahrzehnten angesammelten Liebhaberstückchen überquillt, ist es an der Zeit, Platz zu schaffen. Das dachte wohl auch Trödler und Sammler Wilfried Stawicki, Mitbegründer des Vereins "(D)Ein Euro für Hückeswagen" und stifte unzählige Sammlerschätzchen für einen Hausbasar in der ehemaligen Gaststätte "Zum Raspenhaus" in Wiehagen. Der Trödel-Erlös wird in die ersten Spendenprojekte des Vereins einfließen.

"Ich bin selbst gerne Hückeswagenerin und freue mich, wenn die Einnahmen dieses Trödelmarktes für die Bürger gut angelegt werden", sagte Theresia Stein. Sie gehörte zu den zahlreichen Schnäppchenjägern, die am Wochenende den zweitägigen Hausbasar in der ehemaligen Gastwirtschaft an der Wiehagener Straße besuchten. Und auch sie stöberte in dem Sammelsurium des Hückeswagener Antiquitäten- und Büchersammlers Wilfried Stawicki. Das Verkaufssortiment umfasste alte Jugend- und Sachbücher aus der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts, antiquierte Radios und Hausgeräte, Milchkannen mit friesischer Bauernmalerei, alte Kaffeemühlen und Spielzeuge.

Stawicki war über die bisherige wohlwollende Resonanz des neuen Bürgervereins in der Bevölkerung nicht sonderlich überrascht. "Der Verein tut der Stadt gut. Wir sind nach wie vor überzeugt, in absehbarer Zeit unsere angestrebte Mitgliederzahl von einem Zehntel der Bevölkerung zu erreichen", erklärte er mit engagierter Vereinsleidenschaft.

Im März wurde der Verein "(D)Ein-Euro für Hückeswagen" gegründet. Inzwischen hat der Verein 150 zahlende Mitglieder und zwischen 600 bis 800 regelmäßige Besucher auf den Internetseiten der sozialen Netzwerke und der Internetseite www.1eur-hw.de. Das angestrebte Ziel an Mitgliedern liegt bei rund 1600. "Jeder Hückeswagener kann auf dieser Seite neue Projekte für die Stadt vorschlagen. Allerdings stimmen nur die Vereinsmitglieder über die Priorisierung dieser Maßnahmen ab", erklärte der zweite Vorsitzender Oliver Ballert. Und Vorsitzende Yong-Hun Kim ergänzte: "Die Vorschläge müssen satzungskonform, realisierbar und auch finanzierbar sein."

Die Mitgliedschaft in dem neu gegründeten Hückeswagener Bürgerverein kann über die Vereinshomepage beantragt werden. Außerdem liegen Anmeldeformulare im Restaurant "Justhof und bei Optik Lammert aus. Der Mindestbeitrag liegt bei einem Euro im Monat.

Quelle: RP
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