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Hünxe
Ende des Monats beginnt die Rückrufaktion von VW

Hünxe: Ende des Monats beginnt die Rückrufaktion von VW
Die VW-Werkstätten bereiten sich auf die bevorstehende Rückrufaktion vor. FOTO: JUlian Stratenschulte
Hünxe. Autohaus Röder rechnet für seine Standorte mit 3500 betroffenen Kunden. Volkswagen verschickt bald viele Infobriefe. Von Michael Turek

Jede Menge Briefe verschickt der Autohersteller Volkswagen in den nächsten Wochen. Die vom Kraftfahrt-Bundesamt angeordnete Rückrufaktion startet Ende diesen Monats. Über die Aufarbeitung des Abgas-Skandals sprachen wir mit Axel Röder. In seinen Autohäusern in Hünxe und Walsum werden in den nächsten Monaten die Kunden ihre Fahrzeuge bringen.

Für die Röder-Standorte sind 3500 Fahrzeuge ermittelt worden, die umgerüstet werden müssen. Nach Standorten aufteilen lasse sich die Zahl nicht, so Axel Röder. Zumal in Hünxe wie auch in Walsum die Umrüstungsarbeiten durchgeführt werden. Wie Röder berichtet, werden die betroffenen Kunden Schreiben des Autoherstellers erhalten. Darin werde ihnen der Ablauf der Rückrufaktion erläutert. In einem ersten Brief werden die betroffenen Fahrzeughalter darüber in Kenntnis gesetzt, dass für ihren Pkw der Besuch der Autowerkstatt vorgesehen ist. Wie es in einer Pressemitteilung des VW-Konzerns heißt, werden die Kunden darin auch gebeten, eine weitere schriftliche Information abzuwarten, bevor sie aktiv Kontakt mit einem Volkswagen-Partnerbetrieb aufnehmen.

Im zweiten Schreiben werde Volkswagen die betroffenen Kunden frühzeitig darum bitten, "einen Termin zur Umsetzung der technischen Lösungen mit einem frei zu wählenden Partnerbetrieb zu vereinbaren". Volkswagen sieht vor, dass alle betroffenen Fahrzeuge in mehreren Wellen in die Betriebe gerufen werden.

In seinem Betrieb habe er einiges organisieren müssen, sagt Axel Röder. "Der normale Betrieb muss weiterlaufen. Andere Kunden sollen ja nicht darunter leiden", fügt er hinzu. So sind spezielle Teams gebildet worden, die sich um die betroffenen Dieselfahrzeuge kümmern. Geregelt sei es, dass sie auch mal früher kommen oder länger bleiben, so dass die Umrüstung zügig erfolgt. "Wir selbst schreiben die Kunden nicht an", sagt er. Auf jeden Fall werde man den Kunden unterstützen, er könne den Hol- und Bringe-Dienst nutzen, der Kunde werde auf jeden Fall seine Mobilität erhalten. Eine Sache sei noch nicht geklärt: Ob die Arbeiten an der Software und der Einbau eines Strömungsgleichrichters parallel zu einem Räderwechsel durchgeführt werden kann, der im Frühjahr wieder ansteht.

Als die Unregelmäßigkeiten bekannt wurden, seien viele Kunden "stark verunsichert" gewesen. "Alle waren überrascht, selbst im Konzern war es nicht allen bekannt", blickt Axel Röder zurück. Als die Unregelmäßigkeiten im September publik wurden, führte es zu einer starken Diskussion, so Röder. Das habe sich mittlerweile gelegt. Bei den Verkaufszahlen habe man anschließend "eine kleine Delle gespürt". Das hänge vielleicht damit zusammen, dass durch die eingesetzte Software beim Fahren nichts zu spüren sei. "Es wäre anders, wenn es Probleme beim Fahren gegeben hätte", meint Axel Röder.

Quelle: RP
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