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Kamp-Lintfort
Forster-Gymnasiasten sammeln Deckel für Polio-Impfungen

Kamp-Lintfort: Forster-Gymnasiasten sammeln Deckel für Polio-Impfungen
Der Anfang ist gemacht: Die Schüler brachten eine erste Lieferung mit Deckeln zum Asdonkshof. FOTO: Asdonkshof
Kamp-Lintfort. Die Idee ist so genial wie einfach: mit Plastik Leben retten. Im Rahmen einer Unterrichtssequenz über die Vermüllung der Ozeane mit Plastik wurde der Kurs Naturwissenschaften am Georg-Forster-Gymnasium in Kamp-Lintfort auf die Aktion "Deckel gegen Polio" aufmerksam.

Der Verein "Deckel drauf" unterstützt durch die Sammlung von Kunststoffdeckeln aus hochwertigen Kunststoffen (HDPE und PP) und mit dem anschließenden Verkaufserlös gemeinnützige sowie mildtätige Projekte. Für den Erlös von 500 Deckeln kann eine Polioimpfung finanziert werden. Gesammelt werden ausschließlich Kunststoffdeckel von Getränkeflaschen und Getränkekartons aus "PP" und "HDPE" mit maximal vier Zentimetern Durchmesser.

Sabine Wiedner-Schneider, Lehrerin am Gymnasium berichtet: "Meine Schüler wollten sich sofort an der Aktion beteiligen. Wir mussten aber feststellen, dass es am linken Niederrhein kaum Sammel- bzw. Lagerstellen gibt - deswegen haben wir uns entschlossen, die Sammlung selber in die Hand zu nehmen. Ich sehe in diesem Projekt die einmalige Chance, die Bekämpfung von Umweltproblemen mit sozialem Engagement zu verbinden." Das Georg-Forster-Gymnasium ist bislang die einzige offizielle Sammelstelle in Kamp-Lintfort.

Die Mitarbeiter am Wertstoffhof des Asdonkshofs als Lagerstelle nehmen größere Mengen von allen potenziellen Sammelstellen an, lagern diese ein und organisieren in Abstimmung mit dem Verein den Abtransport zum Recyclingunternehmen, denn für eine Abholung müssen mindestens acht Big Bags voll gesammelt werden. Cornelia Bothen vom Asdonkshof: "Wir unterstützen das Projekt sehr gerne. Neben dem erforderlichen Platz verfügen wir über das nötige Know-How auch für die Sammlung kleinerer Wertstoffmengen. Seit vielen Jahren kann man bei uns CDs oder Korken zum Recyceln abgeben."

Der Anfang ist also gemacht: Die erste größere Menge an Deckeln wurde am Asdonkshof von den Schülern angeliefert. Die Schüler beurteilen ihre Aktion wie folgt: "Man kann den Opfern der Krankheit ganz einfach helfen und das mit Deckeln. Das ist großartig. Wenn ich krank wäre, würde ich auch wollen, dass man mir hilft", sagte Malik Burnic aus der 9d.

Quelle: RP
 
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