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Kamp-Lintfort
Gesucht: Wohnungen für Geflüchtete

Kamp-Lintfort. Stadtspitze bittet Haus- und Wohnungseigentümer um Unterstützung.

"Helfen Sie uns, Flüchtlinge menschenwürdig in Wohnungen unterbringen zu können!" Mit einem ungewöhnlichen Appell wenden sich Bürgermeister Christoph Landscheidt und Sozialdezernent Christoph Müllmann an private Haus- und Wohnungseigentümer. Die Stadt bringt geflüchtete Familien seit einigen Monaten erfolgreich dezentral im Stadtgebiet unter. Das Vorgehen fördere die gelingende Integration und sei sozial verträglich, so Müllmann. Derzeit leben fast 280 geflüchtete Menschen in Wohnungen, die die Stadt angemietet hat. Diese Wohnungen verfügen in der Regel über einfache Standards und werden auch entsprechend einfach, aber zweckmäßig ausgestattet. Die Stadt sucht noch weitere Wohnungen, und zwar ebenfalls mit einem vergleichsweise geringen Ausstattungs- und Mietniveau. Elektrische Anlagen und Geräte müssen jedoch den aktuellen Sicherheitsanforderungen entsprechen. Private Immobilienbesitzer können mithelfen, dass Flüchtlinge und ihre Familien ein Dach über dem Kopf erhalten, betont die Stadtspitze. Ab Mitte Dezember erwartet die Stadt wieder eine größere Zahl von geflüchteten Menschen. Der Wohnungsmarkt ist aktuell nicht nur für Flüchtlinge eng. "Wir als Stadt sind uns bewusst, dass auch Studenten, Geringverdiener und Menschen mit Behinderungen schwer Wohnungen finden. Wir bemühen uns um ein ausgewogenes Wohnungsmarktangebot und haben ein Auge auf alle bei der Wohnungssuche benachteiligten Menschen - nicht nur auf Flüchtlinge", betont Landscheidt. Demnächst würden Neubauvorhaben am Rathaus und an der Bertastraße beginnen, wo etliche Wohnungen des öffentlich geförderten Wohnungsbaus entstehen.

Interessierte könne sich im Rathaus (Sozialamt) bei Kerstin Sentheim melden, 02842 912-330, E-Mail kerstin.sentheim@kamp-linitfort.de

(aka)
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