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Kamp-Lintfort
Warum die Pfadfinder so populär sind

Kamp-Lintfort. Die Anzahl der Wölflinge, Juffis und Rover wächst. Mittlerweile sind es 30, die sich nach Altersgruppen einmal die Woche treffen, um die Natur zu erkunden, zu basteln und zu spielen. Von Peter Gottschlich

Acht Wölflinge sind im Garten hinter dem Don-Bosco-Haus unterwegs, um Stöckchen und Blätter zu sammeln, mit denen sie später Figuren basteln wollen. "Einige sind krank", erzählt Gruppenleiter Michael Oppitz. "Sonst wären wir mehr." Nach einer Viertelstunde haben sie genug gesammelt, um sich an einen Tisch in ihrer Pfadfinderunterkunft zu setzen. Dort holen sie außerdem Tannenzapfen, Kastanien und Walnüsse heraus, die sie von zuhause mitgebracht haben, um damit Figuren herzustellen. "Unsere Aktionen sind der Jahreszeit angepasst", berichtet der Gruppenleiter.

Dabei ist die Gruppe der Wölflinge gewachsen, die er zusammen mit Nicole Nowitzki leitet. Die Anzahl der Pfadfinder im Grundschulalter hat sich in diesem Jahr auf zwölf verdoppelt. Über alle Altersgruppen sind es mittlerweile gut 30. Zu den zwölf Wölflingen kommen fünf Jungpfadfinder, die bis 13 Jahre alt sind, zehn Pfadfinder, die bis 16 Jahre alt sind, und fünf Rover, die über 16 Jahre alt sind.

"Wir werden wieder mehr", freut sich Alexander Ruß, der zusammen mit Matthias Heimann den Vorstand der Pfadfinder St. Marien Kamp-Lintfort bildet. "Dabei gehört Kamp-Lintfort nicht zu den Pfadfinderhochburgen, wie Rheurdt oder Sonsbeck, wo es alleine 40 Wölflinge gibt." Er kam über einen Freund zu den Pfadfindern, als er zehn Jahre alt war. 2001 war das. Über ihn fand seine Schwester Katharina Ruß den Weg zu den Pfadfindern, die wiederum eine Freundin mitbrachte. "Das ist heute nicht anders", erzählt der 26-jährige, der an der Hochschule Rhein-Waal in Kamp-Lintfort Informatik studiert. "Zum Beispiel hat Sam seinen Freund Arne sowie seine Cousinen Greta und Theresa zu den Wölflingen geholt." Sie sind geblieben. "Wölflinge erforschen unbekannte Dinge und Orte", erzählt der Kamp-Lintforter, der seit zehn Jahren Gruppenleiter ist. "Sie sind Geheimnissen auf der Spur und suchen das Abenteuer." Das Abenteuer findet sich in der Natur. Deshalb liegt die Sommerunterunterkunft der Pfadfinder zwischen dem Kindergarten Marienkirche, dem Don-Bosco-Haus und dem Diesterwegforum im Grünen. "Im Sommerhalbjahr sind wir viel draußen", berichtet Michael Oppitz. "Die Wölflinge lieben Bewegung." So spielen die Pfadfinder im Grundschulalter zum Beispiel Fußball, bereiten alles für ein Lagerfeuer vor oder suchen im Herbst Kastanien und Blätter, um Figuren zu bauen.

Im Winterhalbjahr treffen sich die Wölflinge wie auch die älteren Pfadfinder in der Kleinen offenen Tür im Gestfeld, die 150 Meter nördlich vom Schloss Dieprahm entfernt an der Rundstraße liegt. Dort spielen sie zum Beispiel Gesellschaftsspiele oder basteln etwas zur Weihnachtszeit. Zu den wöchentlichen Treffen kommen die Lager, wie im November das Lager "Evergreen" in Weeze, oder Fahrten, wie kürzlich zum Tiergehege auf dem Oermter Berg. "Wagt es", lautet das Motto der Pfadfinder.

Quelle: RP
 
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