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Gemeinde Grefrath
Altersarmut ist auch für Grefrath ein Thema

Gemeinde Grefrath. In der Sitzung des Sozial-, Jugend- und Seniorenausschuss der Gemeinde Grefrath am Donnerstag im Oedter Rathaus waren sich die Politiker rasch einig, dass das Thema "Altersarmut" auch für die Niersgemeinde mittlerweile eine sehr wichtiges ist.

Sozialamtsleiter Volkmar Josten stellte dazu fest: "Unseren sozialen Netzwerke sind dabei sehr wichtig." Die SPD hatte zu der Problematik einen Antrag gestellt. Dorothee Heller (SPD) stellte fest, dass auch in Grefrath viele Menschen armutsgefährdet seien, weil sie mit ihrem Monatseinkommen unter dem Schwellenwert von 873 Euro liegen. "Doch viele Betroffene stellen keinen Antrag auf finanzielle Unterstützung durchs Sozialamt", meinte Dorothee Heller und fand Zustimmung bei den Fraktionen von CDU und Grünen. Doch wie kann man diese Bürger erreichen? Eine schwierig zu beantwortende Frage, das wurde im Ausschuss schnell deutlich. "Es ist ein grundsätzliches Probleme, dass ältere Menschen die ihnen zustehenden Leistungen nicht in Anspruch nehmen. Die Barriere in den Köpfen kann man kaum verändern. Unsere Botschaft kann nur lauten: Kommt zum Sozialamt, wir helfen euch", meinte Amtsleiter Josten. Diskutiert wurde unter anderem, ob man die von Armut Betroffenen über Vereine wie beispielswiese "Älterwerden in der Gemeinde Grefrath" oder über die Betreuern der Altenstuben ansprechen könne. Volkmar Josten will das Thema beim "Runden Tisch", an dem viele soziale Einrichtungen und Verbände in der Gemeinde beteiligt sind, ansprechen.

Sowohl im Kreis Viersen als auch in der Gemeinde Grefrath hat es in den vergangenen Jahren einen Anstieg bei denjenigen Bürgern gegeben, die Leistungen zur Grundsicherung im Alter erhalten. Im gesamten Kreisgebiet stieg die Zahl von 2009 zu 2013 um 30 Prozent von 1223 auf 1591 Personen. Auf dem gleichen Niveau gab es den Anstieg in der Niersgemeinde, wo derzeit 133 Bürger die Grundsicherung erhalten. Im Ausschuss waren man sich einig, dass es in Wahrheit wohl deutlich mehr Bürger sind, die an der Grenze zum Existenzminimum leben. Darüber hinaus wird in Grefrath für 60 Senioren Wohngeld gezahlt. Es wird für die kommenden Jahr von Fachleuten allgemein mit einem weiteren Anstieg bei der Altersarmut gerechnet. Auch das Angebot der Grefrather Tafel wird seit Jahren auf einem relativ hohen Niveau genutzt mit rund 100 angemeldeten Personen, von denen 40 regelmäßig zur Ausgabe kommen.

(mab)
 
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