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Stadt Kempen
Babysitterkurse sind gefragt

Stadt Kempen. Als vollen Erfolg bezeichnet der Kinderschutzbund Kempen seine Babysitter-Lehrgänge. Die liefen auch im vergangenen Jahr gut, wie der Verein jetzt berichtete. Demnächst will er Großeltern Betreuungskurse anbieten. Von Silvia Ruf-Stanley

Auf ein erfolgreiches Jahr blickte der Kempener Kinderschutzbund auf seiner Jahreshauptversammlung zurück. 25 des 109 Mitglieder zählenden Kempener Ortsverbands waren gekommen. Ein voller Erfolg sind nach Angaben des Kinderschutzbundes in der Thomasstadt die Babysitter-Kurse des Kinderschutzbundes. Zwei sind bereits für dieses Jahr geplant und schon ausgebucht, berichtete Geschäftsführerin Susanne Fierley. Also wird es weitere geben. Die Absolventen der Kurse könnten sich über Aufträge nicht beklagen. Ebenfalls werde die Krabbelgruppen gut angenommen. In der "Rappelkiste" treffen sich mittlerweile vier Gruppen zweimal wöchentlich für jeweils zweieinhalb Stunden.

Nummer gegen Kummer

Seit 20 Jahren ist das Kinder- und Jugendtelefon eingerichtet, die "Nummer gegen Kummer" in Kempen. Wie wichtig sie ist, zeigen 6186 Beratungen im vergangenen Jahr. 19 Ehrenamtliche nahmen sich dafür regelmäßig zwischen 14 und 20 Uhr Zeit. Mittlerweile gibt es auch eine Internetberatung.

Ganz viele Kinder und Erwachsene kamen zur "Maus-Mania" im Mai anlässlich des Altstadtfestes. Und natürlich gab es wieder einen Kindertrödelmarkt, der auch in diesem Jahr am 3. Juli veranstaltet wird. Neu in der Jahresplanung ist ein Kursus "Starke Großeltern, starke Kinder". Damit will der Kinderschutzbund auf die zunehmende Betreuung von Kindern durch ihre Großeltern eingehen.

Medienkompetenz ist ein immer wichtigeres Thema in den Familien. Marlis Herterich, Vizevorsitzende des Bundesverbandes des Kinderschutzbundes, hielt dazu einen interessanten Vortrag. "Haben Sie heute schon gesimst, getwittert oder gegoogelt", fragte sie eingangs. Die rasante Entwicklung der elektronischen Medien erfordert nicht nur von Kindern, sondern auch von Eltern und Pädagogen Kompetenz im Umgang damit. Auch wenn sich Fernsehsender freiwilligen Selbstkontrollen unterwerfen, wird dies dadurch unterlaufen, dass viele Sendungen über das Internet zu sehen sind. Und da sind tagsüber Sendungen zu verfolgen, die normalerweise erst in den späten Abendstunden laufen, so die Medienexpertin.

Aus ihrer Erfahrung plädierte sie dafür, neben einer Regulierung des Medienangebotes durch Gesetze wie den Jugendmedienschutz nicht den Weg des bloßen Verbietens zu gehen, sondern dass sich Eltern und Kinder gemeinsam stark machen im Umgang mit Medien. Auch in diesem Bereich möchte der Kempener Kinderschutzbund aktiv werden.

Quelle: RP
 
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