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Stadt Kempen
Bella Italia und Urlaubsstimmung beim Mitsingabend

Stadt Kempen. "Volare, Volare" - es mag manchen der abendlichen Spaziergänger auf der Kempener Kuhstraße etwas irritiert haben, am Freitagabend solche italienischen Klänge aus dem Café Lekkerey zu hören. Aber dort war an diesem Abend ganz viel italienische Musik angesagt. Walter Weitz, vielen Kempenern aus seiner Zeit als Lehrer am Gymnasium Thomaeum bekannt, hatte wieder zum Mitsingabend eingeladen. "Kempen ist ein Heimspiel" hatte er schon vorher gesagt. Und richtig, das kleine Café war sehr gut besucht. Und vom ersten Augenblick an sangen alle voll guter Laune mit. Von Silvia Ruf-Stanley

Es kamen schon am Anfang die ersten Wünsche nach Klassikern der italienischen Musik. Gianna Nannini sollte es sein. "Wir sind noch nicht auf dem Stand eines Wunschkonzerts" war die humorvolle Antwort von Weitz. Wohl wissend, dass das Lied mit besonderer Bedeutung für die Dame, die es sich gewünscht hatte, später kommen würde. Überhaupt zog sich durch den ganzen Abend der lockere Humor von Weitz bei seiner Anmoderation der Lieder. Und sein Publikum, geschätzt der Generation 50 plus angehörend und zum größten Teil weiblich, amüsierte sich prächtig.

Auf die Idee der Mitsingkonzerte kam Weitz, der nicht nur ein Sprachen-, sondern auch noch Musiktalent ist, durch Zufall. Bei einer Veranstaltung der deutsch-französischen Gesellschaft in Duisburg hatte er vor Jahren die Idee erstmals ausprobiert und entdeckt, wie viele Menschen Spaß am gemeinsamen Singen haben. "Spätestens beim dritten Lied singen alle mit", berichtet er aus Erfahrung.

Das war am Freitagabend nicht so, denn da gingen alle schon beim ersten Lied mit. Die Texte wurden auf eine Leinwand projiziert, Weitz übersetzte und kommentierte den Inhalt und schon ging es los. Und es waren eben auch Klassiker, die Weitz anbot. Wer kennt nicht solche Lieder wie "Azzuro" oder "L'Italiano". Da kam schon so etwas wie Urlaubsstimmung auf.

Titel von Angelo Branduardi durften nicht fehlen. Eros Ramozotti, Gigliola Cinquetti, Ricci e Poveri und natürlich das unsterbliche "Ciao, Ciao Bambina" von Domenico Modugno folgten. Und ganz am Ende ging es in die Kindheitserinnerungen so gut wie aller Anwesenden: Wer nur irgendwie mit dem Wunschkonzert im Radio groß geworden ist, kannte "Marina" von Rocco Granata. Menschen so zum Mitsingen zu bewegen, macht Walter Weitz offensichtlich Freude, entsprechend strahlte er nach dem gelungenen Heimspiel in Kempen. Und er versprach, demnächst mit einem englischen Abend wieder zu kommen. Sein Publikum ist ihm da gewiß wieder sicher.

Quelle: RP
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