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Gemeinde Grefrath
Breitbandausbau: In Grefrath wird es ziemlich eng

Gemeinde Grefrath. "Deutsche Glasfaser": Deutlich weniger Verträge als gedacht wurden abgeschlossen. Bürgerinitiative kämpft weiter. Von Heiner Deckers

Herber Rückschlag für Grefrath in Sachen Breitband: Die "Deutsche Glasfaser GmbH" hat der Bürgerinitiative "Glasfaser für Grefrath" mitgeteilt, dass während der zehnwöchigen "Nachfragebündelung" deutlich weniger Verträge abgeschlossen wurden als andernorts. Voraussetzung für schnelles Internet in den vier Grefrather Ortsteilen ist, dass mindestes 40 Prozent der Haushalte einen Vertrag abschließt. In Alt-Grefrath sind es bislang nur 14 Prozent, in Oedt gerade einmal 11. Die Geschäftsführung, heißt es, müsse nun darüber nachdenken, wie es weitergehe. In den nächsten beiden Wochen könne das Unternehmen seinen personalintensiven Einsatz in Grefrath nicht weiter betreiben, die Infopunkte würden nicht geöffnet. Stattdessen wolle man sich auf Vinkrath konzentrieren, wo die Anfrage vielversprechend angelaufen sei. Die Bürgerinitiative hatte in Grefrath und Oedt auf eine Verlängerung des Zeitraums gehofft. Es sei aber verständlich, dass jetzt pausiert werde. Dass die Erwartungen so deutlich unterboten wurden, führt die Initiative auf die Sommerferien und fehlende Informationen zurück. Man müsse aber auch kritisch hinterfragen, ob die beiden Ortsteile in ihrer Mehrheit offen genug für neue Lösungen seien. Vergleichbare Kommunen wie Wachtendonk oder Kerken hätten sich viel schneller und in breiter Zahl für die Zukunftstechnologie entschieden. Die "Deutsche Glasfaser" habe aber auch mitgeteilt, dass man der Bürgerinitiative weiterhin eine Chance gebe, dafür zu sorgen, dass die 40-Prozent-Marke erreicht wird. Man wolle den Grefrathern nicht einfach die Tür zumachen, könne aber auch nicht unverändert weitermachen.

Daniela Mohr, eine der Sprecherinnen der Initiative, gibt sich kämpferisch: "Auch wenn wir weit zurückliegen, wie haben in vielen persönlichen Gesprächen festgestellt, dass viele die immense Bedeutung des Breitbandausbaus für das eigene Zuhause und die Zukunftsfähigkeit der Gemeinde noch nicht erkannt haben. Es fehlte lange an Informationen, das müssen wir nun in Höchstgeschwindigkeit nachholen." Jeder, der nicht gegen Breitband ist, solle schnell einen Vertrag abschließen und weitere davon überzeugen: "Ansonsten wird das Glasfasernetz nicht kommen." Anmelden kann man sich unter mitmachen@glasfaser-grefrath.de.

Quelle: RP
 
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