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Stadt Kempen
Bürgermeister begeistert beim Baggern

Stadt Kempen: Bürgermeister begeistert beim Baggern
Vor allem die Kinder wurden vom Sandberg magisch angezogen und buddelten nach Herzenslust. Die gemeinsame Aktion zur Baustelle Judenstraße kam bei allen Beteiligten bestens an. FOTO: ACHIM HÜSKES
Stadt Kempen. Geschäftsleute, Stadt, Stadtwerke und Tiefbauer hatten zur Kinder-Mitmachaktion an die Judenstraße geladen. Vor der Propstei war ein großer Sandberg aufgeschüttet worden. Die Dauer-Baustelle soll auch mal Spaß machen. Von Silvia Ruf-Stanley

Bürgermeister Volker Rübo hat ernste Wechselabsichten. Er schult um zum Baggerfahrer. Voller Begeisterung nutzte er am Samstag auf der Judenstraße die Gelegenheit, kräftig zu baggern.

Die Geschäftsleute der Judenstraße, Stadt, Stadtwerke und Baufirma Hamelmann hatten sich mal wieder etwas Besonderes im Rahmen der Bauarbeiten einfallen lassen. Vor der Propstei war ein großer Sandberg angekarrt worden. Hier waren Kinder zum Buddeln eingeladen - entweder mit mitgebrachtem Sandspielzeug oder mit dem, was die Judenstraße zur Verfügung stellte. Dazu gab es auch noch Helme und knallorange Warnwesten. So ausgestattet konnte es losgehen. Dean Pascher und Maximilian Demel (beide 2 Jahre) konnten es auch kaum erwarten, los zu legen. Auch Moritz(6) und Luis (4) Kossizin standen schon bald bis zu den Knien im Sand. Das eine oder andere Kind fragte auch, ob da ein Schatz im Sand wäre.

Und dann war da natürlich der Höhepunkt des Vormittags: Mit Baggerfahrer Markus Wittfeld von der Firma Hamelmann durfte nicht nur der Bürgermeister, sondern auch die Kinder selbst mit der großen Schaufel im Sandberg schaufeln. Schnell bildete sich eine lange Schlange, alle wollten unbedingt mal in das orange Gefährt steigen. Fotografiert von stolzen Eltern, die sich zudem freuten, ihren Kindern ausgerechnet am Kirmessamstag eine kostenlose Freude machen zu können.

Zugleich präsentierten die Veranstalter die neue Baustellenente. Die kommt nun passend zum Anlass mit Helm und Arbeitsweste angezogen daher. Unter dem Arm, pardon Flügel, steckt der Bauplan, Werkzeug in der Westentasche. Nun braucht das Tier allerdings noch einen Namen. Wieder sind die Kempener aufgerufen, einen passenden Namen zu finden. Die erste Aktion war ja schon erfolgreich. Da wurde die erste Ente der Judenstraße "Judinchen" getauft. Ganz außerhalb des Wettbewerbs schlug Pfarrer Michael Gallach, der sich mit Karl-Georg Kreft und Propst Dr. Thomas Eicker das Treiben betrachtete, schon einmal "Helmut" vor. Die Handwerkerente fand auf jeden Fall reißenden Absatz, schnell war der Korb von Silke Zander von der Judenstraßengemeinschaft leer. Sie und Stephan Bunse, Sprecher der Händler, waren absolut begeistert vom Erfolg der Aktion. Ratsherr Jürgen Klement (CDU) bewies sich derweil als "Entenbeschützer", wie er sagte, denn er hatte gleich zwei der Tierchen in den Händen. Er gab sie dann an die Kinder weiter.

Bis zum Ende der Baumaßnahmen auf der Judenstraße werden Judinchen und ihr Bruder, der jetzt auf seinen Namen wartet, noch zwei weitere Geschwister bekommen.

Quelle: RP
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