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Stadt Kempen
Das Schumann-Quartett beeindruckt die Zuhörer

Stadt Kempen. Das in Düsseldorf beheimatete Schumann-Quartett darf heute, trotz der noch jungen Jahre seiner Mitglieder, schon zu den Großen der Gattung Streichquartett gezählt werden. Dabei zeichnet es sich gleich zweifach aus, einmal als Streichquartett pur, einmal als Streichquartett plus x. Von Gert Holtmeyer

Im gut besuchten, fast ausverkauften vierten Kammerkonzert zeigten sich die Zuhörer sichtlich beeindruckt von beiden Varianten. Zunächst imponierte das Quartett mit den drei Brüdern Erik, Ken und Mark Schumann sowie der Bratschistin Liisa Randalu mit der Wiedergabe des Es-Dur-Streichquartetts (op. 51) von Antonin Dvorák. Der Reiz des Werkes besteht nicht zuletzt in der Verwendung böhmischer Motive. "Die Schumänner" widerstanden der doppelten Gefahr, das folkloritische Element entweder zu derb und deftig zu betonen oder, umgekehrt, zu akademisch an die Sache heranzugehen und den nötigen Schuss vitaler Lebensfreude zu vernachlässigen. Ihre Interpretation ließ es weder an verhaltener Zartheit noch an tänzerischem Schwung fehlen. Leise Wehmut durchzog das Andante con moto des zweiten Satzes (Dumka). Feine Klangmodulationen bestimmten die "Romanza". Hervorzuheben ist die kultivierte Klangqualität des Quartetts, gut austariert zwischen Intensität und Tonschönheit. Der Wohlklang wird nicht auf Kosten von Feinheiten erzeugt, nichts wird glatt gebügelt.

Natürlich hatte es seinen guten Grund, dass "nur" zwei Stücke auf dem Programm standen. Franz Schuberts Oktett F-Dur (D 803) dauerte insgesamt von 21.10 bis 22.15 Uhr. Aber was war das für eine fabelhafte Aufführung dieses herrlichen Werkes!

Vier vorzügliche Musiker ergänzten im zweiten Teil das Quartett zum Oktett, der mit der Paterskirche inzwischen bestens vertraute Ralph Manno (Klarinette) sowie Georg Klütsch (Fagott), Christoph Eß (Horn) und Szymon Marciniak (Kontrabass).

Quelle: RP
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