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Stadt Kempen
Ferienspaß: Lok und Wagen sind fertig

Stadt Kempen: Ferienspaß: Lok und Wagen sind fertig
Kinder und Bertreuer stellten gestern gemeinsam ihr Werk vor: Diesmal wurde bei der Kempener Ferienspielaktion eine Lokomotive mit Personenwagen gebaut. FOTO: Kaiser Wolfgang
Stadt Kempen. Gestern endete die Kempener Ferienspielaktion im Sportpark an der Berliner Allee. Das Werk, das fleißige Kinderhände zusammengebaut haben, bleibt erhalten. Der SV Thomasstadt möchte die Lok auf dem Gelände stehen lassen. Von Silvia Ruf-Stanley

Da steht sie ganz stolz und schmuck auf dem Ferienspaßgelände. Die Lok samt Personenwagen, die die Kinder bei der Ferienspielaktion des Kempener Jugendamtes in den vergangenen Wochen gebaut haben. Der kleine Zug symbolisiert die Zeitreise durch 35 Jahre Ferienspaß. Und viele Hände, die mit Farbe auf das Gefährt gemalt wurden, zeigen auch, wie viel Arbeit dahinter steckt. Die Lok wird stehen bleiben. Denn der SV Thomasstadt hat Interesse gezeigt, das Gefährt für die benachbarte Sportanlage zu übernehmen. Bereits am Dienstag hatte Bürgermeister Volker Rübo dem Ferienspaß seinen Besuch abgestattet. Zum Abschluss am gestrigen Freitag ließ es sich der frühere Stadtjugendpfleger Uli Nieting, der der Erfinder des Ferienspaß ist, nicht nehmen, vorbei zu schauen. Er drohte seinem Nachfolger schon an, dass dieser das auch 30 Jahre machen müsse.

Stadtjugendpfleger André Fitzner, der stellvertretende Bürgermeister Otto Birkmann und Jugendamtsleiterin Heike Badberg waren froh, dass auch in diesem Jahr der Ferienspaß reibungslos abgelaufen ist. Weder beim Bauen noch beim Spielen gab es größere Unfälle. Klar waren mal ein Pflaster oder Kühlkompressen nötig, aber nie ist etwas Schlimmes passiert, berichtete Fitzner. Badberg lobte ihre Mitarbeiter, die sich weit über die übliche Dienstzeit eingesetzt haben. Für Michaela Haffmans war es der erste Ferienspaß. Auch wenn sie sich wie Fitzner erst einmal auf eine Verschnaufpause freut, hat es ihr viel Freude gemacht, wie sie erzählte.

Insgesamt waren es 689 Kinder, die in diesem Jahr teilgenommen haben. Das sind rund zehn Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Besonders freuten sich Badberg und Fitzner darüber, dass darunter etwa 30 Flüchtlingskinder waren. Die beste Form der Integration laufe über das gemeinsame Spielen, meinten sie. Das habe problemlos geklappt. Auch das vor ein paar Jahren eingeführte Mittagessen kam bei den Kindern gut an. Klagen gab es wenige, sagte Haffmans. Manchmal wären eher die Portionen zu groß bemessen gewesen. Das Personal vom Caterer habe sich wohl gedacht, dass Kinder, die den ganzen Morgen spielen und toben, einen großen Hunger mitbringen.

Ab Montag ist für die Mitarbeiter des Jugendamtes noch einmal viel Arbeit angesagt. Es muss aufgeräumt werden. Die Spielmaterialien müssen zurück gebracht werden. Ebenso wird das Zelt abgebaut. Es hat sich übrigens bewährt, in diesem Jahr ein kleineres Zelt zu nehmen, so Badberg. Wenn im nächsten Jahr endlich die Straßenbahn "Gleis Drei" auf dem Gelände steht, werde die auch in den Ferienspaß integriert. Und Otto Birkmann hatte die gute Idee, man könne doch auf dem Gelände ein Sonnensegel installieren. Denn an heißen Tagen wird es selbst in seiner Bauhalle, wo er mit Hubert Zens und den Kindern an der Lok gebaut hat, sehr stickig. Sein Dank galt im übrigen dem Baubetriebshof, der mit gestapelten Paletten für eine angenehme Arbeitshöhe für große und kleine Handwerker gesorgt hätte.

Quelle: RP
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