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Kreis Viersen
Frühe Hilfen: Neues Netzwerk in Kinderarztpraxen

Kreis Viersen. Kinderärzte aus der Region waren sich schon im vergangenen Jahr einig. Es müsste ein Netzwerk entstehen, durch das man in der Lage ist, schon früh nicht nur unter dem gesundheitlichen Aspekt auf die Bedürfnisse bestimmter Familien einzugehen. Von Familien, die vielleicht dann stärker vom Jugendamt beraten und betreut werden möchten. Dazu gibt es bereits einen Fördertopf, können die teilnehmenden Ärzte bis zu einem Gesamtbetrag von 10.000 Euro die dafür benötigten Fachleistungsstunden (je 40 Euro) abrechnen. Erstes Ziel ist erst einmal, in den entsprechenden Arztpraxen regelmäßige Sprechstunden anzubieten; diese sollen von einer Familien- und Gesundheits-Kinderkrankenpflegerin durchgeführt werden. Es könnte bald damit losgehen. Denn wie Kreisjugendamtsleiter Lothar Thorissen jetzt in der Sitzung des Kreisjugendhilfeausschusses erklärte, hätten sich erste Praxen in Grefrath und Tönisvorst bereit erklärt, dabei mitzumachen. Auch eine Kinderarzt-Praxis in Brüggen habe ihre Bereitschaft signalisiert.

Dabei sollen die Ärzte auch erkennen, welche Eltern oder Elternteile ergänzende Hilfen bei der Versorgung ihrer Säuglinge und Kleinkinder benötigen. Der Kreis sei weiter auf der Suche nach Teilnehmern, ehe ein entsprechender Vertrag unterzeichnet werde, so Thorissen. Ausgeführt wurde weiter, dass dieses Angebot des so genannten PädNetzes Niederrhein (Verein für niedergelassene Kinderärzte und -ärztinnen in der Region) auch andere Jugendämter im Kreis Viersen nutzen könnten.

(schö)
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