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Stadt Kempen
Judenstraße: Die Bäume am Pfarramt sind gefällt

Stadt Kempen: Judenstraße: Die Bäume am Pfarramt sind gefällt
Gestern Vormittag wurden die beiden Bäume vor dem Pfarramt an der Judenstraße Stück für Stück gefällt. Sie waren nach Angaben der Stadt bereits so weit geschädigt, dass ihre Wurzeln in alte Kanalrohre hineingewachsen waren. Im nächsten Jahr sollen nach Abschluss der Bauarbeiten an dieser Stelle zwei neue Bäume gepflanzt werden. FOTO: Kaiser
Stadt Kempen. Gestern wurden die beiden Bäume an der Propstei entfernt. Die Tiefbauarbeiten sollen bis zum Martinsfest fortgesetzt werden. Anwohner zeigten wenig Interesse an der Bürgerinformation der Stadt. Von Andreas Reiners

Gestern Morgen hatte ihre letzte Stunde geschlagen. Die beiden mächtigen Bäume vor dem Pfarramt auf der Judenstraße wurden im Laufe des Vormittags stückweise abgesägt. Die Straße war bis gegen Mittag gesperrt. Die Baumfällaktion lief ohne Probleme ab. Die Bäume mussten weichen, weil sie dem Tiefbau im Wege waren. Zudem waren sie im Wurzelbereich bereits stark geschädigt. Sie werden im Zuge der Neugestaltung der Einkaufsstraße im kommenden Jahr durch neue Exemplare ersetzt.

Jetzt machen sie erst einmal Platz für den weiteren Fortgang der Tiefbauarbeiten in der Judenstraße. Über die berichteten der Technische Beigeordnete der Stadt, Stephan Kahl, Tiefbauamtsleiter Torsten Schröder und der Geschäftsführer der Stadtwerke Kempen, Siegfried Ferling, interessierten Bürgern und Politikern bei einer Informationsveranstaltung am Dienstagabend im Rathaus. Das Interesse der betroffenen Anwohner war allerdings gering. Neben Ratsvertretern waren nur wenige Anwohner gekommen. Immerhin ist über das Bauvorhaben bereits viel diskutiert und auch in der Presse berichtet worden. Das begleitende Marketingkonzept mit mehreren Baustellenfesten sorgte außerdem dafür, dass jeder, der wollte, sich informieren konnte. Ein Übriges tut die bislang reibungslose Abwicklung der Arbeiten. Das wurde am Dienstagabend auch von anwesenden Geschäftsleuten betont. Da gab es ein großes Lob für die Mitarbeiter der Tiefbaufirma Hamelmann. Die wären sehr flexibel und würden alles tun, damit der Betrieb in den Geschäften möglichst wenig beeinträchtigt wird, hieß es. Dem Lob schloss sich der Beigeordnete Kahl an. "Da wird hervorragende Arbeit geleistet", sagte er.

Die in mehreren Ausschusssitzungen heftig diskutierte und vom Stadtrat Ende Juni beschlossene Gestaltung der Judenstraße nach dem Ende der Tiefbauarbeiten - Stichwort: Straßenpflaster - findet die uneingeschränkte Zustimmung der Händlergemeinschaft Judenstraße. Das bestätigte am Dienstagabend noch einmal Metzgermeister Michael Fander.

Das Einzige, was den Geschäftsleuten nicht gefällt, ist die Tatsache, dass die Schaukästen, in denen der Kempener Verkehrsverein für seine Aktivitäten wirbt, nach der Fertigstellung der Straße wieder aufgestellt werden sollen. Darüber will die Stadt nun Gespräche mit dem Verkehrsverein führen, versprach Kahl. Stichwort Fertigstellung: Die Neugestaltung der Judenstraße soll Mitte kommenden Jahres abgeschlossen sein. Zu St. Martin gibt es einen Baustopp bis zum Frühjahr. Im November wird die Baustelle winterfest gemacht, die Straße provisorisch asphaltiert. Im April kommenden Jahres soll's dann weitergehen. Die Neugestaltung soll an der Patersgasse beginnen und schrittweise parallel in Richtung Buttermarkt und Engerstraße ablaufen.

Übrigens: Auch die Pfarre beteiligt sich an der Verschönerung der Judenstraße. Die Mauer zum Prop-steigarten soll saniert werden. Der Efeubewuchs ist schon weg.

Quelle: RP
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