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Gemeinde Grefrath
Jugendzentrum "Dingens" erstrahlt in neuem Glanz

Gemeinde Grefrath. Die To-do-Liste, die rund 40 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16 bis 25 Jahren zusammengestellt hatten, war lang. Aber sie wurde hervorragend abgearbeitet, was sich Samstag bei der Wiedereröffnung des Grefrather Jugendzentrums "Dingens" zeigte. Das Zentrum, das vor einem Jahr noch vor der Schließung stand, erstrahlt in neuem Glanz und das verdankt es dem Einsatz und Engagement dieser 40 Akteure. "Wir feiern heute die Wiederauferstehung des Dingens", sagte der 21-jährige Fabian Bahnen. Der desolate Zustand des Hauses und die Tatsache, dass die Einrichtung Jugendlichen wenig Anreiz gab, das "Dingens" aufzusuchen und so die Besucherzahlen stagnierten, ließ bei der Gemeinde den Gedanken aufkommen, das Haus zu schließen. Von Bianca Treffer

Das seit 2010 laufende Konzept "Nah dran" hatte die Jugendarbeit neu aufgestellt und einen Schwerpunkt auf die mobile Jugendarbeit gelegt. So lief das Haus bereits ab 2012 in Eigenregie der Jugendlichen, da der frühere pädagogische Mitarbeiter vom "Dingens" in die mobile Arbeit gewechselt war. Eine Schließung wiederstrebte den Jugendlichen, stattdessen krempelten sie die Ärmel auf und machten aus einer unattraktiven Einrichtung ein Schmuckstück.

"Wir haben über 2500 Stunden Arbeit investiert und das ehrenamtlich", hebt Marcus Laßek (22) hervor. Die Jugendlichen schleiften Fenster, rissen alte Böden heraus, strichen Wände, Decken und Fenster, bauten eine neue Bühne sowie eine Theke, veränderten die Lichtanlage, renovierten die Küche und vollbrachten aus rohem Holz, Paletten und Möbelspenden wahre Einrichtungswunder. Beim neuen Boden half eine Firma und der untere Teil der Treppe, die wurmstichig war, ging, wie auch die Elektrik, auf das Konto eines Unternehmens. Kosten von 17 500 Euro entstanden, darunter auch das Material, das die jungen Handwerker brauchten. Die Finanzierung erfolgte gemeinsam von Gemeinde, Kreis und etlichen Sponsoren.

Das "Dingens" ist nicht mehr wiederzuerkennen. So gibt es jetzt das Jugend- und Kulturcafe "Kukaff", mehrere Bandräume, ein Büro und den Konzertsaal "Bummens" sowie die Küche und sanitäre Anlagen. "Wir werden das Jugendzentrum in Eigenregie betreiben und freuen uns natürlich über weitere Jugendliche, die sich einbringen wollen", sagt Laßek. Das "Kukaff" soll am 2. Oktober ab 20 Uhr erstmals an den Start gehen. Feste Öffnungszeiten gibt es ansonsten noch nicht. "Aber meistens ist eh jemand da. Also einfach mal vorbeikommen", meint Bahnen. Schließlich proben allein sechs Band dort. Zukunftspläne haben die Jugendlichen jede Menge. Darunter fallen auch die Renovierung des Flures samt der restlichen Treppe. Für den Außenbereich wollen die tatkräftigen Handwerker Möbel zum Chillen aus Paletten bauen und eine Minirampe ist ein weiterer Wunsch.

Quelle: RP
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