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Anne-Kristin Ohligs Sammelt Im Uerdinger Chempark Erste Berufserfahrung
Kempener Schülerin an der Spitze eines Klärwerks

Kempen. KEMPEN/KREFELD (RP) Anne-Kristin Ohligs, Schülerin des Kempener Luise-von-Duesberg-Gymnasiums, unterbrach ihre Ferien gern: Plötzlich war die 16-Jährige verantwortlich für Kläranlagentechnik, ein großes Mitarbeiterteam und Millionen Liter chemisch belasteten Abwassers, denn sie übernahm für einen Tag die Leitung der Chempark-Kläranlage in Uerdingen von Theodor Gerhard Bonkhofer (l., mit Geschäftsführer Daniel Wauben). Ohne Abitur oder ein abgeschlossenes Studium übersprang sie den herkömmlichen Karriereweg in der chemischen Industrie und nahm direkt im Betriebsleitersessel Platz. Bonkhofer, der dank der Vertreterin einen etwas entspannteren Tag verleben durfte, freute sich über die Aktion: "Dieser Tag bringt beiden Seiten einen großen Mehrwert. Anne-Kristin Ohligs bekommt einen umfassenden Überblick über die Abläufe in einer industriellen Kläranlage, und wir wecken vielleicht ihr Interesse für einen Beruf in der chemischen Industrie." Nach der morgendlichen Frühbesprechung und offiziellen Schlüsselübergabe an die Jungmanagerin widmete Ohligs sich umgehend ihren neuen Aufgaben. Ein Termin jagte den nächsten. Neben einer Projektbesprechung und einer Bewertung der aktuellen Betriebssituation stand auch der obligatorische Rundgang durch die Anlage auf dem Programm. "Ich hätte nicht gedacht, dass es in einer Kläranlage so viele spannende Dinge zu entdecken gibt. Begeistert hat mich das Teamwork, ohne die Mitarbeiter ist man als Chef hier völlig aufgeschmissen", sagte Ohligs anschließend.

Durch die ChemCologne-Aktion "Meine Position ist spitze!" hatte Ohligs den Führungsjob ergattert. Bis Anfang Juni konnten sich Schüler aus der Region auf eine Führungsposition für einen Tag bei sechs Unternehmen der chemischen Industrie bewerben. Die 16-jährige Kempenerin überzeugte mit ihrer Bewerbung. ChemCologne mit Sitz in Köln ist ein Netzwerk der chemischen Industrie im Rheinland, dessen Ziel es ist, die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Chemie-Region weiterzuentwickeln und sie bei Investoren noch bekannter machen.

Quelle: RP
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