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Stadt Kempen
Kinder kicken für die Krebshilfe

Stadt Kempen: Kinder kicken für die Krebshilfe
Beim Bambini-Tunrier haben die kleinen Kicker morgen ihren großen Tag. FOTO: josten
Stadt Kempen. Der 31. Bambini-Treff zugunsten krebskranker Kinder findet am morgigen Samstag, 1. Juli, statt. Beginn ist um 12 Uhr auf dem Sportplatz Stendener Straße in St. Hubert. Veranstalter sind die Unicef-Kicker des FC St. Hubert. Am Start sind rund 700 Kicker aus 37 Kindergärten der Region. 130 Helfer sind im Einsatz, um das Großereignis zu stemmen. Von Heiner Deckers

Bereits am heutigen Freitag wird ab 16 Uhr am Sportplatz das Kita-Dorf aufgebaut. Am morgigen Spieltag müssen alle Mannschaften um 12 Uhr auf der Anlage sein, damit um 12.15 die Teams fotografiert werden können. Ein halbe Stunde später ist gemeinsamer Einlauf, mit dabei sind 120 Cheerleader aus neun Kindergärten unter der Leitung von Nicole Franken. Ab 13.30 Uhr rollt dann auf sechs Spielfeldern der Ball. Da spielen beispielsweise die Hoppetossen-Kicker gegen die Königreich-Kempen-Kicker oder die Lupilus-Piraten gegen die Niers-Panther. Es werden keine Ergebnisse aufgeschrieben, keine Tabellen errechnet und keine Sieger ermittelt, denn Sieger sind alle, die mitspielen, aber vor allem die krebskranken Kinder, an die der Erlös geht. Deshalb gibt es um 17 Uhr auch keine Siegerehrung, alle Kindergärten erhalten von Alex und Curd Louis Dahlmann (Self) sowie Dr. Albert Hashimi (E-Bau international) den Dino-Cup 2017.

Der Ursprung des Turniers liegt im Jahr 1986, als ein Jugendspieler des FC St. Hubert an Krebs erkrankte und wenig später starb. Das war ein Schock für die Mitspieler, den Trainer und alle Eltern. Der Trainer hieß damals Karl-Heinz Josten, und er suchte unter den Eindrücken damals nach einer Idee, wie Fußballer soziale Verantwortung übernehmen können. Josten, auch heute noch federführend bei den Unicef-Kickern, sagte seinerzeit: "Welche Sorgen haben wir Fußballer denn? Es dreht sich eigentlich alles darum, ob wir genug Trikots und Fußbälle haben, ob Geld für die Saisonabschlussfahrt in der Jugendkasse ist und ob wir verlieren oder gewinnen. Das sind lächerliche Sorgen verglichen mit den Sorgen, die Geschwister, Eltern, Verwandte und Mitschüler haben, wenn ein Kind an Krebs erkrankt." Damit war der Bambinitreff zugunsten krebskranker Kinder geboren. An Bambini-Fußball indes dachte in dieser Zeit kaum jemand, daher waren bei der Erstauflage nur sechs Mannschaften aus zwei Kindergärten am Start. Das Echo war aber so groß, dass sich die Sache schnell herumsprach und das Turnier eine Erfolgsgeschichte schrieb.

Viele Profifußballer stellten sich im Lauf der Jahre für die Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung, die Werbetrommel rührte etwa die Mannschaft von Bayern München. Bastian Schweinsteiger, Manuel Neuer und andere engagieren sich bis heute. Zuletzt empfing sogar Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Ständeshaustreff der RP die kleinen Kicker aus dem Kendeldorf.

Inzwischen ist der Bambini-Treff längst ein Selbstläufer. Bisher kamen fast 81.600 Euro für die Kinderkrebshilfe zusammen. Eins hat sich nicht verändert: Der Aufwand an Organisation ist sehr groß.

Quelle: RP
 
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