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Stadt Kempen
Konzerte für Dummies und Genießer

Stadt Kempen. Die Reihen von Kulturamt und "Kempen Klassik" versprechen wieder abwechslungsreiche und hochkarätige Konzerte mit vielen Musikern von Weltrang. So spielen die Geigerin Viktoria Mullova und die Pianistin Katia Labèque zusammen. Von Heribert Brinkmann

Volker Rübo, Bürgermeister und Kulturdezernent, freute sich im Rokokosaal des Franziskanerklosters sichtlich über die Vorstellung der Konzertreihe für die nächste Saison. Mit den Konzerten gelinge es immer wieder aufs Neue, Lebensfreude zu verbreiten. Und bemerkenswert: Die Preise für die Konzerte von dauerhaft hoher Qualität bleiben konstant. Aber eine wichtige Neuerung gibt es in der Konzertsaison 2017/18 doch: Der Beginn der Konzerte wurde von 20 auf 19.30 Uhr vorverlegt. Sie beginnen jetzt eine halbe Stunde eher.

Das Kulturamt betreut die drei Reihen Kabarett, Jazz und Weltmusik, Kempen Klassik verantwortet die drei Reihen der Klosterkonzerte: Musica antica e viva (dafür gibt es keine Abonnements mehr), Kammermusik (Abos in A ausgebucht, Kategorie B vereinzelt, Kategorie C ausreichend) sowie Klavier extra. Kulturamtsleiterin Dr. Elisabeth Friese ist sehr zufrieden, wie sich der Zuspruch der Weltmusik- und Jazz-Konzerte entwickelt hat. Programmplaner Martin Klapheck ist in diesen Bereichen wieder ein attraktives Programm gelungen. In der Comedy- und Kabarett-Reihe sind Richard Rogler und - erstmalig - Nessi Tausendschön zu Gast. Vormerken sollte man sich auch schon den 16. Oktober, wenn das italienische Musikcomedy-Duo "Microband" irrwitzig und genial "Musik für Dummies" erklärt. Neu wird im Mai 2018 die 1. Kempener Comedy Nacht angeboten. Die Weltmusik-reihe startet lautstark mit der Brassband "Balkansambel" aus der Slowakei. In der Jazz-Reihe reihen sich fast ausschließlich Trios aneinander, in Zusammenarbeit mit dem Polnischen Kulturinstitut Düsseldorf kommt das Bartosz Dworak Quartett um den Geiger aus Kattowitz nach Kempen.

Peter Landmann, künstlerischer Leiter von Kempen Klassik, hat drei abwechslungsreiche Reihen mit hochkarätigen Künstlern zusammengestellt. Besonders freut es ihn, dass der "heiß geliebte Freund" Daniel Hope (Violine) zusammen mit dem jetzt von ihm geleiteten Zürcher Kammerorchester in die Paterskirche kommt. Bei der Vorbereitung des Programmheftes fiel ihm auf, dass das Zürcher Kammerorchester 1986 das allererste Klosterkonzert bestritt. Jetzt spielt es am 25. November - am Vorabend seines Konzertes in der Essener Philharmonie - in Kempen.

In der Kammermusik-Reihe hat Landmann drei Lieblingsprojekte: In Kooperation mit dem Niederrhein Musikfestival 2017 wird am 29. September es einen Chanson-Kammermusikabend mit dem Chanson-Sänger Tim Fischer, Stefan Malzew, Akkordeon, Anette Maiburg, Querflöte, und dem Galatea Quartett geben. Dieses Programm erlebt in Kempen seine Premiere. Absolute Superstars mit Weltklasse sind am 6. November zu erleben. Die russische Geigerin Viktoria Mullova und die französische Pianistin Katia Labèque spielen Werke von Prokofjew, Schumann, Pärt und Ravel. Fast noch ein ganzes Jahr, bis zum 16. Juni 2018, muss man auf die 14 Berliner Flötisten warten. Das Konzert wird vom Hornisten, Conferencier und Kabarettisten Klaus Wallendorf moderiert. Das Kempener Ensemble Flautotal nahm sich die Berliner als Vorbild und ist auf das Konzert in der Paterskirche gespannt.

Bei der "Klavier extra"-Reihe sind drei Pianistenstars im Angebot. Im September kommt Ragna Schirmer (1972) aus Halle, im Januar spielt der Berliner Pianist Martin Helmchen (1982), und im Mai ist Alexander Krichel (1989) nach 2014 wieder zu Gast in Kempen. Ein Bonbon im Programm ist auch der gemeinsame Abend mit der Schauspielerin Hannelore Elsner und dem Hamburger Pianisten Sebastian Knauer. Unter dem Titel "In einem Weltmeer von Harmonie" sind am 18. November Texte von Bettina von Arnim (die Frau vom 5-Mark-Schein) und Musik von Ludwig van Beethoven zu hören. Die legendäre historische Begegnung mit Beethoven 1810 bei ihrer späteren Schwägerin Antoine Brentano in Wien führte zu einem intensiven Briefwechsel.

Quelle: RP
 
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