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Stadt Kempen
Kunsthandwerk im Museum

Stadt Kempen. Mit diesem Andrang hatten Museumsmitarbeiterin Doris Morawietz und Kulturamstleiterin Dr.Elisbath Friese nicht gerechnet. Offenbar zahlte es sich aus, den Kunsthandwerkertag im Museum auf zwei Tage auszudehnen. Von Silvia Ruf-Stanley

Der Andrang zum Kunsthandwerkertag bereits am Samstagnachmittag gibt dem Mut von Doris Morawietz recht, den Kunsthandwerkertag auf anderthalb Tage auszudehnen. Das bestätigen sowohl Besucher als auch die Kunsthandwerker. "Ist doch schön, hier in Ruhe alles aufbauen zu können und dann unbesorgt bis zum nächsten Tag stehen lassen", freut sich die Kempener Keramikerin Gitta Radtke, die seit dem ersten Kunsthandwerkertag 2002 dabei ist.

Alte und neue Glaskunst

Kunsthandwerkertag im Kramermuseum – das ist eine Entdeckungsreise. Empfangen wird man im Kreuzgang von frühlingshafter Blumenfreude bei Diana Hantsche, die vor allem alte Bauernpflanzen präsentiert. Gegenüber den Glasschätzen des Museums finden sich moderne Glaskunstwerke, ebenso im Ausstellungsraum in der oberen Etage. Hier haben auch die Metallhandwerker ihren Platz gefunden. Reizvoll ist der Gegensatz der Arbeiten von Goldschmiedin Ute Ewert und von Thomas Leenen, der Metallarbeiten zeigt. Und das gleich neben der im Museum wieder aufgebauten Werkstatt des Kempener Urgesteins Ludwig Krabler.

Gegenüber gibt es ganz altes Handwerk zu sehen. Ursula Sachse und Sofie Schwikerath zeigen die alte Kunst des Buchbindens. Richtige Handschmeichler sind die Arbeiten der beiden. Gleich um die Ecke drehen sich die Spinnräder bei Anna Piepers, Anni Schmitz und Anna-Marie Schmilinsky. Selbst kreativ werden können Kinder und Erwachsene beim Brettchenweben mit Iris Gillesse-Brandt und Birgit Höffmann in der Beamtenlaufbahn. Bei vielen, vor allem weiblichen Besuchern, werden da Erinnerungen an den eigenen Textilgestaltungsunterricht in der Schule wach. Schnell ist man beim Fachsimpeln. Ebenso wie bei den zauberhaften Puppen, die Eva Küsters restauriert. Oder bei den Möbelrestauratoren Matthias Sandmann, Stephan Beek und Robert Kursawa. Mit ganz kostbaren Materialien gehen auch Astrid Hütter und Peter Plenk bei ihren Vergoldungsarbeiten um.

Im Sonderausstellungsraum versammeln sich vor allem verschiedene Kunstrichtungen. Glaskunst, Malerei, Graphik sind zu sehen. Und auch hier darf neugierig gefragt werden.

"Sie sind aber dieses Mal versteckt", freute sich eine Besucherin, Monika Lennartz mit ihren österlichen Kunstwerken wieder zu finden. "Ganz im Gegenteil, ich bin hier wunderbar aufgehoben", freute sich Frau Lennartz über ihren schönen Platz am Ende des Kreuzganges im Kulturforum Franziskanerkloster. Sitzt sie doch inmitten von kirchlicher Malerei des Kramermuseums.

Bezüge zur Ausstellung

Überhaupt schafft Doris Morawietz es immer wieder, alle Kunsthandwerker so unterzubringen, dass ein Bezug der Ausgestellten Arbeiten zur Sammlung des Museums besteht. Das macht den Kunsthandwerkertag richtig rund und schön. Frage des Tages

Quelle: RP
 
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