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Kreis Viersen
Sandra Sieg ist die Radlerin des Jahres

Kreis Viersen. Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) zeichnete die Viersenerin für ihren Einsatz auf und um das Zweirad aus. Die 34-Jährige ist die Radverkehrsbeauftragte des Kreises. Von Bianca Treffer

Dass Sandra Sieg nicht nur privat, sondern auch beruflich eng mit dem Fahrrad verknüpft ist, zeigen die Karten, die hinter ihrem Schreibtisch an der Wand befestigt sind. Die aktuellste Radwanderkarte des Kreises Viersen pinnt dort neben der Radknotenpunktkarte und neben einer weiterer, sehr technisch aussehenden Karte des neuen Knotenpunktnetzes.

"Das war unsere Arbeitskarte zur Installation für das Knotenpunktnetz", erläutert Sandra Sieg. Dabei ist der 34-jährigen Radverkehrsbeauftragten des Kreises Viersen die Begeisterung anzusehen. Das gerade frisch abgeschlossene Projekt stellt den aktuelles Höhepunkt ihrer Arbeit dar. Seit dem Jahr 2009 gibt es bereits die kreisweite rot-weiße Radwanderungsbeschilderung. Nun wurde das Knotenpunktsystem aufgesetzt, an dem Sandra Sieg maßgeblich mitgearbeitet hat.

"Es kann jetzt quasi nach Zahlen geradelt werden. Ein jeder kann sich seine individuelle Tour anhand der Angaben zusammenstellen, wobei wir unter anderem einen Übergang zu dem bereits seit Jahren in den Niederlanden bestehendem Netz geschaffen haben", erklärt Sieg. Sie selber hat schon Touren nach dem neuen System gefahren und ist begeistert.

Wenn die gebürtige Bottroperin von ihrer Arbeit berichtet, dann ist ihr Engagement spürbar und genau das bewegte jetzt den Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC), Abteilung Krefeld/Kreis Viersen, sie zur Radlerin des Jahres 2015 zu küren. "Ich habe mich riesig gefreut, als ich anlässlich des Niederrheinischen Radwandertages bei action medeor, wo eine der Stationen war, mit der Urkunde ausgezeichnet wurde", erzählt die Viersenerin. Selbstverständlich reiste Sieg mit dem Radel nach Vorst, wo die Übergabe stattfand.

Das Fahrrad gehört für sie jeden Tag dazu, denn es ist auch ihr Transportmittel der Wahl zur Arbeit. Mit dem Citybike geht es Tag für Tag zum Kreishaus, und auch in ihrer Freizeit steigt Sieg gerne auf den Drahtesel. Ihr Lieblingsausflugsgebiet ist dabei der Witt-See.

Auf der Tourenliste steht seit längerem aber auch das Elmpter Bruch. Doch für eine ausführliche Radtour in diesem Bereich hat die Zeit noch nicht gereicht. "Der Kreis Viersen bietet einfach gute Voraussetzungen für das Radfahren. Eine Tour lohn sich immer", betont Sandra Sieg. Immerhin verfügt der Kreis Viersen über ein 670 Kilometer langes Radwanderwegenetz, von denen allein 520 Kilometer auf das Radknotenpunktnetz entfallen.

Stolz ist Sandra Sieg darauf, dass der Kreis Viersen im vergangenen Jahr mit der Note "2+" eine erneute Aufnahme in die Arbeitsgemeinschaft Fußgänger und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW geschafft hat. Etwas, das ein stückweit auch ihr Verdienst ist, da sie in diesem Bereich seit 2010 tatkräftig mitarbeitet.

"Alle sieben Jahre muss man sich für eine Verlängerung bewerben, wobei der Kreis seit 2007 dazu behört", berichtet Sandra Sieg. Ob Radroute des Monats, die sie ebenfalls mitentwickelt und auch abfährt, die Zusammenstellung von Tourenheften und Flyern, die ständige Entwicklung des Radwegenetzes als auch die Kontrolle der Wartung - Sandra Sieg ist mit dem Herzen dabei, weil sie selber mit Begeisterung Rad fährt. Für die Zukunft wünscht sich die Viersenerin, dass der Kreis weiterhin für die Radfahrer so gut aufgestellt bleibt und die bestehende Qualität des Wegenetzes und der Versorgung der Bürger mit Infobroschüren zu Radtouren gehalten werden kann.

Ihre Auszeichnung vom ADFC hat übrigens einen ganz besonderen Platz in ihrem Büro im Kreishaus bekommen. Sie steht unübersehbar auf ihrem Schreibtisch.

Quelle: RP
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