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Stadt Kempen
Was alles passieren kann, wenn Männer in Rente gehen

Stadt Kempen. Die Tönisberger Bretterbühne begeistert ihr Publikum mit dem Lustspiel "Ruhestand - und plötzlich ist die Ruhe weg". Von Margret Vieregge

Wenn Männer in Rente gehen, dann ist was los. Das musste auch das Publikum bei der Premiere des neuen Stücks der Tönisberger Bretterbühne im Pfarrheim erleben. "Ruhestand - und plötzlich war die Ruhe weg" hieß das Lustspiel von Regina Rösch, das die Probleme von Julius Klein (Frank Heesen) beschrieb, die er mit seiner Pensionierung hatte und die andere damit bekamen.

Nicht nur seine Freunde Franz-Martin Brand (Karl Rögels) und Erwin Hirsch (Jens Pfeiffer), die sich auf einen ruhigen Lebensabend mit Angeln und Mallorca-Touren gefreut hatten, besonders auch seine Frau Therese (Adelheid van Hall), die eine kleine Pension führte, und deren Freundinnen Karola Brand (Iris Pöhlmann) und Gisela Hirsch (Ursula Haffmanns) sowie seine ehemalige Sekretärin mussten sich erst einmal an das strenge Regiment gewöhnen.

Denn mit Brainstorming, Medienkoffer und Teambildungsprozess wurde nun Haushalt und Pension durchorganisiert. Das alles garniert mit deftigen Machosprüchen, wobei das böse "Sch....-Schimanski-Wort" auffallend oft fiel. Ekel Alfred ließ grüßen. Als er dann noch beim Tapezieren mit dem einzigen Pensionsgast Karl Mai (Matthias Rögels) die Bühne vollends auf den Kopf stellte und anschließend seine Frau mit Abrechnungsformularen nervte, da war es mit der Geduld vorbei. Mit Hilfe seiner Tochter (Isabell Thelen) und seinem Schwiegersohn (Renè Heesen) wurde dem Chaoten ein Denkzettel verpasst.

Turbulent ging es auf der Tönisberger Bretterbühne zu, die ihr Publikum auch in diesem Jahr wieder begeisterte. Auffallend viele Premierengäste waren auch aus Kempen und St. Hubert gekommen. Hinreißend war das Spiel von Frank Heesen, der eine große Menge Text zu bewältigen hatte und bei den Zuschauern Begeisterungsstürme entfachte. Souffleuse Martina Alberts musste nur hin und wieder einmal eingreifen, was aber charmant überspielt wurde.

Temperamentvoll agierten auch die anderen Akteure, allen voran Adelheid van Hall als dem Nervenzusammenbruch nahe Therese Klein oder Iris Pöhlmann, die mit der Girlande kämpfte und Margret Rögels, die in Tränen aufgelöste Lieselotte Schlüpfer. Dem Einsatz von Karl Rögels als Franz-Martin Brand hielt die Hose nicht stand, sie platzte. Wie passend für ein Lustspiel.

Regisseurin Marion Leinders, die auch für die tollen Masken zuständig war, ist mit ihrem Team, zu dem sich als neue Gesichter in diesem Jahr Isabell Thelen und Matthias Rögels für die Schauspielerei und Sascha Nöting und Daniel Schmitt für die Technik gesellten, wieder ein toller Auftritt gelungen.

Alle weiteren Aufführungen sind ausverkauft. Schon jetzt sei auf das Krimidinner verwiesen, das am 28. und 29. Oktober in der Gaststätte "Alte Scheune" in Tönisberg stattfindet. Kartenvorverkauf ist am 8. und 9. September jeweils von 18 bis 21 Uhr.

Quelle: RP
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