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Kevelaer
Schüler werden Schauspieler

Kevelaer: Schüler werden Schauspieler
Ein gelungenes Fest des Schülertheaters inszenierten die Gymnasiasten im Bühnenhaus. Im Bild eine Szene aus dem Stück "Männersache", das von den Unterstufenschülern mit großer Spielfreude auf die Bühne gebracht wurde. FOTO: Gottfried Evers
Kevelaer. Im Konzert- und Bühnenhaus brachten Schüler des Kevelaerer Kardinal-von-Galen-Gymnasiums zwei Stücke auf die Bühne. Die Besucher spendeten nach den Aufführungen reichlich Applaus. Premiere für die Mittelstufenklassen. Von Christoph Kellerbach

Am Donnerstag war ein großer Abend für die zahlreichen Unter- und Mittelstufenschüler des Kardinal-von-Galen-Gymnasiums. Im Bühnenhaus präsentierten nämliche beide Theater-Arbeitsgemeinschaften ihre zuvor intensiv einstudierten Bühnenstücke. Dazu waren auch viele stolze Eltern und Zuschauer erschienen, um an der Doppelvorstellung teilzunehmen.

"Im vergangenen Oktober haben wir uns um die Auswahl der Stücke gekümmert", verriet Lehrerin Ricarda Corbach, die bei beiden Bühnenstücken für Regie und Betreuung mitverantwortlich war. "Erst ging es darum, generell passende Schüler für die Gruppen zu finden, denn zum ersten Mal gibt es auch ein Theaterprojekt der Mittelstufe. Wir wollten endlich für alle Altersklassen eine Theater-Möglichkeit anbieten. Nachdem alles geklärt war, haben wir dann ab Dezember so richtig mit dem Verteilen der Rollen und dem Proben angefangen."

Ab 18 Uhr stand zuerst das Stück "Männersache" von Hans-Peter Tiemann auf dem Programm, das Corbach zusammen mit Sebastian Soppa begleitete. Darin ging es um Walther (Elias Janßen) und Kurt (Max Punzel), die vor ihren Frauen Renate (Judith Wolters) und Margot (Paula Rosomm) fliehen und eine Reise zurück in die Geschichte machen. Schließlich wollen die beiden Herren "echte Kerle" werden, doch das Ganze läuft nicht so ab, wie sie es erwartet haben: In verschiedenen Instanzen durch die Geschichte lernen sie, dass alle männlichen historischen Helden Versager waren, die Frauen schon immer das Sagen hatten und ihre Damen dahingehend eigentlich noch die nettesten sind. Die Schüler der 5. und 6. Klassen waren mit viel Spielfreude bei der Sache, auch die Kostüme und putzige Zeitreisemaschinen waren charmant gestaltet.

Nach dieser überzeichneten Farce war die anschließende Aufführung des "Sommernachtstraums" auch ein klarer Wechsel hin zum erwachseneren Theater, was die Kinder aus der 7. und 8. Klasse wunderbar schafften. Neben Ricarda Corbach halt hier noch Lehrer Jonas Heidemann beim Erschaffen dieser knappen, aber sehr pointiert vorgetragenen Variante von Shakespeares Klassiker, die von Franzi Klingelhöfer geschrieben wurde.

Mehr als 15 verschiedene Rollen wurden vergeben, von denen in manchen Sequenzen sogar fast alle gemeinsam auf der Bühne waren. Von der Choreographie, über die schön hergerichteten Kostüme bis hin zur farbenfrohen Ausleuchtung strahlte die gesamte Präsentation eine magische Atmosphäre aus. Das Bühnenbild war durchgehend minimalistisch, der Fokus lag auf den ausdrucksstarken Mittelstufenschülern, die sich richtig ins Zeug legten: Henk Marquardt als Oberon, Zoé Ulrich als Hippolyta, Amelie David als Titania und die anderen Darsteller machten ihre Sache großartig. Zu Recht wurden sie dafür mit viel Applaus belohnt.

Quelle: RP
 
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