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Kreis Kleve
Bistum: Weniger Kirchenaustritte im Kreis Kleve

Kreis Kleve. Im Kreis Kleve lebten im vergangenen Jahr 192.946 Katholiken. Das geht aus der Statistik des Bistums Münster für das Jahr 2015 hervor, die die Bischöfliche Pressestelle am Freitag, 15. Juli, veröffentlicht hat. 764 Menschen haben 2015 ihren Austritt aus der Kirche erklärt, 283 weniger als im Jahr zuvor - das ist mit 27,03 Prozent ein deutlicher Rückgang, der noch über dem Bistumstrend (9794 Austritte; 17 Prozent weniger als 2014) liegt. 30 Gläubige sind wieder in die Kirche aufgenommen worden, einer mehr als im Jahr 2014, hinzu kamen zwölf Eintritte aus anderen christlichen Konfessionen. Leicht rückläufig ist die Zahl der Taufen - 1308 Mal wurde das Sakrament gespendet, 61 Mal weniger als im Jahr 2014 (4,46 Prozent), zur Erstkommunion sind im Kreis Kleve 1524 Kinder gegangen, das ist ein Minus von 128 (7,75 Prozent). Gestiegen ist hingegen die Zahl der Firmungen (2015: 1349; 2014: 1301), die der Trauungen war mit 338 nahezu konstant (2014: 342). Es gab 2248 Bestattungen, das sind 95 mehr als 2014.

Der Bischof von Münster, Dr. Felix Genn, erklärte zu den Zahlen: "9794 Menschen, die in unserem Bistum im vergangenen Jahr aus der Kirche ausgetreten sind - das ist eine schmerzhaft hohe Zahl. Das sollten wir nicht einfach so hinnehmen und zur Tagesordnung übergehen. Immerhin sind es aber gut 2000 weniger als im Jahr zuvor. Vielleicht, so hoffe ich, haben wir im Blick auf die Kirchenaustritte den Tiefpunkt überschritten."

Die Veröffentlichung der Zahlen wolle er noch für eine andere Botschaft nutzen. Bischof Genn: "Ich will einfach einmal allen Katholiken in unserem Bistum ,Danke' sagen. ,Danke', dass Sie Kirche sind, ,Danke', dass Sie dazugehören, obwohl diese Kirche nicht alle Ihre Erwartungen erfüllen kann. Und ,Danke' vor allem auch den Tausenden Menschen, die sich ehrenamtlich und hauptberuflich in der Kirche engagieren: Sie alle geben mit Ihrem Tun Zeugnisse der frohen und das Leben bereichernden Botschaft Jesu Christi. Mit Ihnen allen wollen wir im Bistum eine einladende, mitten im Leben und unter den Menschen stehende Kirche sein, die nicht für sich selbst da ist, sondern für andere, gerade für die Armen und Schwachen. Treten wir - wie viele von Ihnen das schon auf großartige Weise tun - in Beziehung zu den Menschen. Ermöglichen wir, was immer möglich ist. Dann spüren vielleicht doch viele Menschen, wie bereichernd es sein kann, sein Leben mit Jesus Christus und in einer Gemeinschaft von Menschen, die an ihn glauben, zu gestalten. Sicher stehen wir dabei als Kirche im Bistum Münster in massiven Veränderungsprozessen. Veränderungen, das wissen wir alle, sorgen oft zunächst einmal für Verunsicherung. Als Christen sollten wir uns nicht von den Sorgen beherrschen lassen, haben wir doch die Zusage Gottes, dass er mitten unter uns ist und uns auf unserem Weg begleitet."

(pbm/cb)
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