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Kranenburg
Das Tor zur Arena

Kranenburg: Das Tor zur Arena
Offen und kubistisch - so soll das neue Haus am Eingang in den Gemeindekern aussehen. FOTO: Reppco Architekten
Kranenburg. Den Entwürfen für ein neues Wohn- und Geschäftshaus an der Großen Straße wurde zugestimmt. Anlieger protestieren gegen den Bau einer Kita in ihrer Nachbarschaft. Neue Tankstelle an der Ecke B 9 /B 504 geplant. Von Peter Janssen

Wurden in den vergangenen Jahren vornehmlich Baugebiete für Wohnhäuser in der Gemeinde Kranenburg erschlossen, so richtet sich der Fokus nun verstärkt auf das Zentrum. Dies wurde auf der jüngsten Planungs- und Umweltausschusssitzung deutlich, wo für die 10.000-Einwohner große Kommune richtungsweisende Projekte auf der Tagesordnung standen.

Fortgeschritten sind die Planungen zur Erweiterung des Einkaufszentrums am Großen Haag (die RP berichtete). Im Ausschuss wurde dem Rat empfohlen, einen Entwurf des Klever Architekturbüros Reppco anzunehmen, das den Eingangsbereich der Klever Straße neu gestalten soll. Die Gemeinde hatte drei Häuser gekauft. Durch die wird in absehbarer Zeit die Abrissbirne pendeln. An dieser Stelle wird das "Tor zur Einkaufsarena" entstehen. Ziel war es immer, eine bessere Anbindung vom Kranenburger Herzen an den "Speckgürtel" herzustellen.

Nachdem der erste Entwurf der Klever Architekten dezent überarbeitet werden sollte, sagten die zwei Alternativvorschläge der Kranenburger Politik nicht zu. So entschied man sich schließlich doch für die erste Variante. CDU-Fraktionschef Joachim Janßen sagte im Hinblick auf das geplante "Tor zur Arena": "Letztendlich ist es Geschmackssache. Es gehört auch immer etwas Fantasie dazu. Man muss sich in die Zeichnungen ein Stück weit hineindenken." Die Gestaltungssatzung lasse den Bau zu, seitens der Denkmalschutzbehörde gebe es keine Einwände und in der Politik eine Mehrheit für die Planungen, so Janßen.

Kindergarten: In Sachen Neubau eines Kindergartens ist sich die Kranenburger Politik ebenfalls einig. Dieser soll auf dem Gebiet Hallenbad/Rohde (Straße Am Hallenbad), nahe der Grundschule, errichtet werden. Derzeit ist dort noch ein Spielplatz, der teilweise der Kindertagesstätte weichen wird. Vor allem Anlieger äußerten Kritik an dem Vorhaben. Ihre Häuser würden weniger Wert, das Verkehrsaufkommen steige, so die Hauptargumente der Anwohner. "Der Ausschuss befürwortet die Planungen. Der Bedarf in Kranenburg für eine weitere Kita mit zwei Gruppen ist vorhanden", sagt Janßen.

Nach Informationen unserer Redaktion ist die Arbeiterwohlfahrt Kreis Kleve (Awo) der Investor für die Kita. Nach aktuellen Planungen sollen im kommenden August 2017 die ersten Kinder dort im Stuhlkreis sitzen.

Tankstelle: Beratungsbedarf gibt es noch bei dem Thema "Tankstelle". In Kranenburg soll in der Nähe des Kreisverkehrs "B 9/B 504 eine neue Zapfstation errichtet werden. Derzeit befindet sich gegenüber dieser Fläche (Klever Straße 64) eine Kraftstoffverkauf-Stelle, die, vorsichtig formuliert, schon bessere Tage erlebt hat. Die Firma Argos will diese aufgeben und auf der anderen Straßenseite eine hochmoderne Tankstelle bauen. In der Kranenburger Politik besteht weitestgehend Einigkeit, dass die Pläne umgesetzt werden sollen. Der im Grenzgebiet herrschende "Tankdruck" soll durch den Bau der neuen Tankstelle gemindert werden. Aufgrund der umfangreichen Aktenlage wird der Punkt erst in der nächsten Ratssitzung weiter diskutiert.

Geschäftserweiterung: Das Einkaufszentrum am "Großen Haag" ist ein florierendes. Ein weiterer Beleg dafür: Die Drogeriekette dm will ihre Filiale erweitern. Die Verkaufsfläche wird um knapp 100 auf dann 762 Quadratmeter wachsen, das Lager wird um 18 Quadratmeter vergrößert.

Quelle: RP
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