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Kleve
Der Mittelpunkt der Düffel

Kleve. Der deutsch-niederländische Heimatkundeverein "Die Düffel" enthüllte nun anlässlich seines 40-jährigen Bestehens ein Denkmal am symbolischen Mittelpunkt der Düffel. Von Natalja Bruck

kleve-keeken Leicht zu finden ist er nicht, der symbolische Mittelpunkt der Düffel. Von der Keekener Straße kommt man auf Schleichwegen auf die Straße, die dorthin führt: Dingdung. "Der Straßenname hat nichts mit Mist zu tun", schmunzelt Hans Gerd Kersten, Vorsitzender des Heimatkundevereins. Tatsächlich ist der Ausdruck "dung" eng mit dem Wort "donk" verwandt und bezeichnet ein sandiges, leicht erhöhtes Gebiet. "Ding" wird aus dem Germanischen von dem Wort "Thing" abgeleitet und steht für einen Versammlungsort.

",Dingdung' ist somit ein leicht erhöhter Platz, an dem Versammlungen stattfinden", erklärt Kersten. Ganz nebenbei ist "Dingdung" noch der älteste nachgewiesene Landweg zwischen Xanten und Nimwegen. Ein vom Heimatkundeverein errichtetes Denkmal soll nun an diesen historischen Ort erinnern.

Mitglieder des Heimatkundeverein und Interessierte hatten sich mit den Fahrrädern von Kleve, Kranenburg, Millingen und Beek-Ubbergen auf den Weg gemacht, um sich am Mittelpunkt der Düffel zu treffen und die Enthüllung des Denkmals zu feiern. Aus Kranenburg war Bürgermeister Günter Steins mit der Fiets in die Düffel gekommen, der Klever Bürgermeister Theo Brauer lobte das Engagement des Heimatkundevereins: "Ich finde es sehr schön, wie der Verein den Menschen die Besonderheiten der Düffel näher bringt."

Recht gesprochen

Der Keekener Rechtsanwalt Fritz Treptow gab eine Einführung in das germanische Gerichtswesen. An der Stelle, an der nun ein Denkmal an diesen historischen Ort erinnert, wurde vermutlich 1800 Jahre lang, bis zum Jahr 1801, Recht gesprochen. Von der Geschichte des Ortes ließ sich der Künstler Christoph Frauenlob inspirieren. Stehlen aus Naturstein, in einem Halbkreis um eine Informationstafel angeordnet, erinnern an die alte Tradition, sich an diesem Punkt der Düffel zu versammeln. "Ich wollte etwas aus natürlichen Materialien schaffen, das sich gut in die Umgebung einfügt", erklärt Frauenlob.

Quelle: RP
 
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