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Kleve
Die Sonderkonjunktur Hochschule

Kleve. Unternehmerfrühstück mit Kreis-WfG stellte besondere Rolle Kleves heraus.

Er schlug den Bogen zurück in die Zeit, "als das mit der Hochschule begann". Er erinnerte an die schnell gewachsenen Zahlen der Studierenden, an die vielen Baukräne als symbolhaft für die Stadt mit ihren neuen Hochbauten, die Bedeutung des Berufskollegs für Hochschule und Fachkräftebedarf und die Statistik, die eindeutig für Kleve spricht. Mit 427 Millionen Euro Einzelhandelsumsatz liege die Kreisstadt mehr als doppelt so hoch wie jeder andere Standort im Rund der 16 Städte und Gemeinden. "Der Kreis Kleve hat 96.046 Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, so viele wie nie und erneut 2.054 mehr als ein Jahr zuvor", zitierte Kreis-Wirtschaftsförderer Hans-Josef Kuypers die Statistik. Zu diesem Zuwachs von gut 2.000 habe Kleve im letzten Jahr einen Beitrag von 925 neuen Beschäftigten in Kleve geleistet, ein Plus von 4,48 Prozent. "Wir sollten hier vor Ort alles Erdenkliche tun, die Geschenke dieser Sonderkonjunktur Hochschule mit engem Schulterschluss und Standortwerbung zu nutzen", so die Kreis-WfG beim Unternehmerfrühstück im Technologie-Zentrum Kleve vor gut 80 interessierten Gästen.

Kleves Bürgermeisterin Sonja Northing hatte die gute Zusammenarbeit zwischen Politik und Verwaltung herausgestellt, die Diskussionen um Veränderungen in der Schullandschaft mit einem "Ruckeln" verglichen, "das es zu Beginn in jeder guten Beziehung gibt". 4,8 Millionen Euro habe die Stadt im Jahr 2016 an Überschuss erwirtschaftet. Die Rücklage werde damit "für schlechte Zeiten" aufgefüllt. Bevor sie die erste Juliwoche als Umzugszeitraum für den Weg ins neue Rathaus nannte, streifte sie Themen wie die Minoritenplatz-Bebauung, das Stadthallen-Umfeld, die Situation auf dem Bahnhofsvorplatz und das Thema Schleuse. Sie freue sich, so Northing, über die Überlegungen zur Schaffung eines stadtgeschichtlichen Museums in der Schwanenburg und die wiederholt starken Überlegungen zur Reaktivierung der Bahnstrecke zwischen Kleve und Nimwegen.

Schon zum Einstieg hatte Dr. Joachim Rasch, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung, Tourismus und Marketing, die Bedeutung einer hohen Breitband-Qualität für den Standort und seine Unternehmerschaft zum Ausdruck gebracht.

Hans-Willi Baumanns von der Telekom versprach einen Qualitätsschub für Kleve bis zum Frühjahr 2018. Die seitens des Kreises und seiner Kreis-WfG auf den Weg gebrachten Förderanträge sollten Beiträge leisten, die "weißen Flecken" im Umfeld auch der Kreisstadt zu reduzieren. Thomas Pantazidis von der Deutschen Glasfaser ließ keinen Zweifel daran, dass man zur Stunde den "Netzplan Siemensstraße" in Händen halte und die Gespräche mit der Stadt Kleve - ein erster Austausch mit der Bürgermeisterin habe stattgefunden - voranbringe.

Quelle: RP
 
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