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Kleve
Freilaufender Pfau sorgt in Kleve für Aufsehen

Kleve. Er soll schon in Reichswalde gesichtet worden sein, am Wochenende erkundete er die Dächer der Nachbarschaften an der oberen Lindenallee. Ein freilaufender Pfauenhahn sorgt derzeit für Aufsehen in Kleve. Zahlreiche Leser haben Bilder des Tieres unter www.facebook.com/rp.kleve veröffentlicht.

"Wir wissen Bescheid, die Polizei hat sich auch schon bei uns gemeldet", sagt Tiergarten-Leiter Dietmar Cornelissen. "Es dürfte sich aber um keinen Vogel aus unserem Bestand handeln", meint Cornelissen. Wahrscheinlicher sei, dass das Tier ursprünglich aus einer privater Haltung stammt. "Das kommt immer wieder vor." Gefährlich sei das Tier aber nicht. "Das ist im Grunde ein großes Huhn", meint der Experte.

Einzig wenn das Tier auf einem Häuserdach sitzt und nach seinen Hennen ruft, werden die Anwohner auf eine akustische Probe gestellt. "Wenn es nicht zu sehr stört, sollte man den Pfau einfach in Ruhe lassen, bis er wieder verschwindet", empfiehlt Cornelissen. Das Tier zu fangen, sei schließlich nicht ganz so einfach. Betäubungspfeile würden am dichten Gefieder scheitern, nachts verbringen die Vögel in großer Höhe. "Falls er unbedingt gefangen werden muss, hat man am ehesten eine Chance, wenn man ihn anfüttert und in eine Scheune oder Garage sperrt", sagt Cornelissen.

Der Pfau auf dem Dach eines Mehrfamilienhauses an der Lindenallee.

Heimisch ist der blaue Pfau ursprünglich im indischen Subkontinent. Dort lebt er im Dschungel, besonders im hügeligen Gelände und in Wassernähe. Hat er sich einmal niedergelassen, gilt der Vogel als standorttreu. Daher wird er auch in zahlreichen Garten- und Parkanlagen in Mitteleuropa gehalten. Aufgrund ihres auffälligen Aussehens gelten vor allem die Männchen als die ältesten Ziervögel der Menschen. Bereits in den Sagen der griechischen Antike wurden sie erwähnt.

(lukra)
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