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Kleve
Fritzi Haberlandt liest in Mozarts Leben

Kleve. Die Schauspielerin ist in der kommenden Woche Teil eines Musik-Wort-Programms um Mozarts Violinsonaten in der Stadthalle.

Constanze Mozarts Tagebuch wäre hochinteressant gewesen - wenn sie denn eines geschrieben hätte. Am Donnerstag, 19. April, 20 Uhr, liest die Schauspielerin Fritzi Haberlandt in der Klever Stadthalle eine Tagebuchdramaturgie, die aus dem lebhaften Briefwechsel der Familie Mozart entwickelt wurde. Mit von der Partie war dabei der Geiger Ulf Schneider, der zusammen mit seinem Duopartner Stefan Imorde zwischen den Lesungen die hinreißenden Sonaten, Variationen und eine Fuge von Mozart für Klavier und Violine interpretieren wird.

Heiter, aber auch nachdenklich und spannungsvoll blickt Constanze in dieser Tagebuch-Biografie auf ihr Leben mit dem jungen Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart. Die Theater- und Film-Schauspielerin Fritzi Haberlandt schlüpft in ihre Rolle, erzählt lebendig und lebensnah aus dem Beziehungsleben des berühmten Paares. Aus einem historischen Schatz mit rund 300 Briefen von Mozart hat der Dramaturg Jürgen Otten für diesen Konzertabend die fiktiven Tagebuch-Texte verfasst und lässt uns Constanze, die auch Sopranistin und Nachlassverwalterin der Werke ihres Ehemannes war, über die Schulter schauen.

Ausgewählte Duowerke zeichnen die jeweiligen Stationen der Biografie zwischen 1778 und 1792 ebenso nach wie die jeweiligen Stimmungen im Hause Mozart. Wir erfahren von Selbstzweifeln, Verliebtsein, der Genialität des Komponisten, Geldmangel,Trauer über den Tod des ersten Sohnes, Problemen mit der lieben Verwandtschaft und Mozarts Lebensende. Wort und Musik, die entsprechend auf Mozarts Instrumenten Violine und Klavier interpretiert wird, korrespondieren auf einer Ausdruckspallette von traurig bis freudig begeistert, von besinnlich bis verspielt. Als säße man im Salon dieser prominenten Künstlerfamilie unsichtbar mit am Tisch.

Ulf Schneider, den das Klever Publikum als Mitglied von Eckard Heiligers' Trio Jean Paul kennt, gastiert wiederholt mit dem Pianisten Stefan Imorde in der Klever Konzertreihe. Er spielt eine Carlo Giuseppe Testore Violine von 1725, die Leihgabe eines privaten Sammlers. Mit Fritzi Haberlandt verbindet beide Musiker eine jahrelange Zusammenarbeit in musikliterarischen Konzertprogrammen.

Um 19 Uhr gibt Andreas Daams im Gespräch mit Ulf Schneider und Stefan Imorde die Konzerteinführung "Das dritte Ohr".

Konzertkarten (16 Euro, Schüler und Studenten: acht Euro) gibt es an der Rathaus-Info,Tel. 02821 84600, und beim Fachbereich Kultur der Stadt Kleve, Tel. 02821 84254. sowie an der Abendkasse, Tel. 02821 970808. Einlass: kurz vor 19 Uhr.

(sh)
 
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