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Kleve
In Kleve ist Kirmes: Ein Herz für den Rummel

Kleve: In Kleve ist Kirmes: Ein Herz für den Rummel
Gehören auf die Kirmes wie Autoscooter: Lebkuchenherzen in allen Varianten mit tollen Sprüchen zum Lachen und Verlieben. FOTO: gottfried evers
Kleve. Mit viel Tamtam ziehen die Schützen am Samstag durch die Stadt, bevor Bürgermeister Theodor Brauer zum letzten Mal die Kirmes eröffnet. Nach einer Woche endet das Volksfest mit einem Feuerwerk. Von Nicole Scharfetter

Adrenalinjunkies aufgepasst: Bald stehen Wilde Maus und Co. wieder auf dem Kirmesplatz am Spoykanal und warten dort nur darauf, die Fahrgäste zum Kreischen zu bringen. Wer sich das Datum im Kalender markieren will: Es sind noch vier Tage. Am Samstag, 11. Juli, wird die Klever Kirmes eröffnet.

Kirmes in Kleve mit Schützenumzug eröffnet FOTO: Evers, Gottfried

542 Bewerber hat es gegeben, fünf Prozent mehr als noch vergangenes Jahr. "2014 waren es 523", sagt Ralph van Hoof vom Ordnungsamt. 78 Verträge seien geschlossen worden, zwei noch auf den letzten Drücker bei den abschließenden Vermessungen des Platzes am Samstag. "Damit es keine Lücken zwischendrin gibt", erklärt van Hoof. Der Mann, der alles kontrolliert, ist zufrieden mit der Ausbeute in diesem Jahr. Auch wenn die Kirmes-Skyline diesmal ohne Riesenrad auskommen muss.

Der Aufbau der Klever Kirmes 2014 FOTO: Aaron Clamann

Dafür wird es erstmals nach vielen Jahren wieder eine Wildwasserbahn geben - den Piratenfluss. Das passt natürlich prima zum Wetter. Und dass das gut wird, davon sind die Organisatoren fest überzeugt. Für Angsthasen und alle, die noch zu klein sind, um sich auf dem großen Fahrgeschäft abzukühlen, gibt es die Kindervariante, die sogenannte Bootsfahrt. Und die Landratten, die das Wasser scheuen, können bei einer rasanten Fahrt auf der Crazy Mouse ein bisschen runterkühlen. Fahrtwind ist inklusive. "Immerhin sind die Schienen 500 Meter lang", sagt Ralph van Hoof.

Nervenkitzel: Eröffnung der Klever Kirmes 2013 FOTO: Evers, Gottfried

Die Klassiker wie Autoscooter und Breakdance werden natürlich auch auf dem Platz am Spoykanal aufgebaut, "die Mischung ist gut", findet der Leiter des Ordnungsamtes, weil es auch für ganz Verrückte etwas gibt: eine Schaukelfahrt auf Adventure, bei dem es für die Besucher ganz sicher drunter und drüber gehen wird.

Wer dann noch etwas runter bekommt, wird, klar, Pommes, Pizza und Süßkram finden, die gehören schließlich auf die Kirmes wie Rosenschießen und Losbuden. Feinschmecker kommen aber auch nicht zu kurz. "Wir haben zum ersten Mal ein reines Steak-Geschäft mit offenem Grill", sagt Ralph van Hoof. Dazu passt doch ganz prima ein Bier. Und das können die Kirmesgäste in einem der sechs Biergärten trinken. Ein siebter Ausschankbetrieb ist überdacht. Bevor am Samstag die Kirmes eröffnet wird, ziehen die Schützen durch die Stadt. Gegen 14 Uhr versammeln sich 14 Schützen- und fünf Musikvereine auf dem Marktplatz Linde.

Rund 500 Teilnehmer machen sich von dort aus auf den Weg über Hagsche Straße, Große Straße, Wasserstraße, Gasthausstraße, Lohstätte, Straße an der Münze, Brücktor, Opschlag und wieder zurück auf die Große Straße. Weiter geht es über Kavariner Straße und Hafenstraße bis zur Rasenfläche vor dem Hotel Rilano. Der Umzug wird gegen 15.30 Uhr erwartet, wo Theodor Brauer zum letzten Mal als Bürgermeister die Gruppen begrüßen darf. Gemeinsam mit Dirk Janßen, Vorsitzender des Schaustellerverbandes, überreicht Brauer die Pokale an die Sieger des Stadtpokalschießens, das die Kellener Schützen organisiert haben. Die Pokale übrigens sind vom Bürgermeister selbst gesponsort worden. "Das war ihm ein Anliegen in seiner letzte Amtszeit", sagt Stephan Derks vom Fachbereich Kultur.

Natürlich übernimmt Brauer den Fassanstich, mit dem die Kirmes eröffnen wird. Mal schauen, ob er wieder so gekonnt zuschlägt wie 2014. Damals reichte ein Schlag aus. Eine Woche lang wird die Kirmes in Kleve dauern, Abschluss ist am Sonntag, 19. Juli, mit dem großen Feuerwerk.

Quelle: RP
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