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Kleve
Kranz für "Leuchtturm" Berufskolleg

Kleve: Kranz für "Leuchtturm" Berufskolleg
Oberbauleiter Thorsten Wasel brachte den traditionellen Richtspruch aus. Die rund 300 Gäste applaudierten seinen Hochrufen auf Bauherr, Architekten, Planer und Handwerker. FOTO: Gerhard Seybert
Kleve. Rund 300 Gäste bei der Feier zum Erreichen eines wichtigen Etappenziels. Rohbau des 36-Millionen-Euro-Projekts steht. Bedeutung für die Bildungsinfrastruktur der gesamten Region. Start für neue Dreifach-Sporthalle nächsten Monat. Von Michael Klatt

An großen Worten fehlte es nicht am gestrigen Vormittag. Von "geschichtsträchtigem Moment" war die Rede, von einem "Leuchtturm in der Bildungslandschaft". Die Prädikate galten dem Neubau des Berufskollegs des Kreises Kleve im Nierspark Geldern. Dessen Rohbau steht, rund 300 Gäste feierten deshalb das Richtfest.

Landrat Wolfgang Spreen äußerte sich während seiner Begrüßung froh darüber, dass ein weiteres wichtiges Etappenziel bei diesem Projekt erreicht sei. Bürgermeister Ulrich Janssen sprach von einem besonderen Tag für die Schulstadt Geldern. "Wir alle können es kaum erwarten, dass diese Schule Wirklichkeit wird." Die Bedeutung des Gebäudekomplexes verdeutlichte er mit einem Zitat des Schulleiters Thomas Reimers. Es handle sich um einen "Quantensprung für die berufliche Bildung in Geldern". Janssen dankte den Verantwortlichen für die "mutige Investition" in die Bildung der Kinder in der ganzen Region.

Die geplante Bausumme liegt bei etwa 36 Millionen Euro. Das Berufskolleg entsteht auf einem 40 000 Quadratmeter großen Grundstück. Die Nutzfläche beträgt rund 13 400 Quadratmeter. Allein das Hauptgebäude hat eine Grundfläche von 4300 Quadratmetern. Hinzu kommen Werkstätten mit einer Gesamtgrundfläche von 4100 Quadratmetern. Rund 2500 Schüler werden dort unterrichtet. Damit gehört das Berufskolleg in Geldern zu den größten in Nordrhein-Westfalen.

Für Landrat Spreen ist der Neubau das "landesweit vorbildliche Ergebnis der seit vielen Jahrzehnten bewährten Praxis und der vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen dem Handwerk im Kreis Kleve und dieser Schule". Er lobte die großartige Zusammenarbeit mit der Stadt Geldern, die dem Kreis durch einen Grundstückstausch das nötige Areal zur Verfügung gestellt hatte, und vor allem auch die Mitglieder des Kreistages, die im März 2013 dem Beschlussvorschlag der Kreisverwaltung zum Neubau des Berufskollegs einstimmig gefolgt waren.

Neben den Ausbildungswerkstätten finden auch die neuen Magazinräume des Kreisarchivs im Nierspark eine neue Heimat. Hierfür sind weitere 970 Quadratmeter vorgesehen. Mit 400 Parkplätzen werde sich zudem die Parkplatzsituation gegenüber dem jetzigen Berufskolleg-Standort am Ostwall wesentlich verbessern, versprach Spreen.

Ein weiterer Bestandteil des großen Komplexes ist eine neue Dreifach-Sporthalle. Dafür ist im nächsten Monat der Baubeginn. Die Halle soll nicht nur von den Berufsschülern genutzt werden, sondern auch Sportvereinen, Einrichtungen und sonstigen interessierten Gruppen offen stehen.

Alles in allem, so Wolfgang Spreen, werde "die Strahlkraft" des Berufskollegs im Nierspark nicht nur für die Stadt Geldern als modernem Bildungsstandort, sondern auch für die umliegenden Städte und Gemeinden von weitreichender Bedeutung sein.

Auch für die Innenstadt von Geldern führt der Neubau zu nachhaltigen Änderungen, wie Bürgermeister Janssen gestern in seiner kurzen Rede andeutete. Durch den Umzug wird am Ostwall bekanntlich der Platz frei für das Projekt "Kapuziner-Tor".

Quelle: RP
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