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Kleve
Lust auf Garten und Natur

Kleve. Zum Tag der offenen Gärten im Kleverland laden sechs private Anlagen, zwei Schulgärten und die Parks in Kleve und am Schloss Moyland zum Besuch ein. Die Besitzer führen dann selbst über die Grundstücke. Von Matthias Grass

kleve/bedurg-hau „Der Garten ist die Schnittstelle zwischen Natur und Mensch“, sagt Manfred Lucenz. Es ist das Fleckchen Erde, wo der Menschen direkt mit der Schöpfung konfrontiert wird. Lucenz sagt bewusst Schöpfung, und das nicht nur, weil er Theologe ist. Menschen, die intensiv gärtnern, lesen die Natur, erfahren Veränderungen viel näher und direkter, sind dann Teil dieser Natur und nicht nur Umwelt-Betrachter auf dem Balkon.

Manfred Lucenz und Klaus Bender sind wohl die bekanntesten Gärtner des Niederrheins, deren wunderbar angelegter Garten eine fast perfekte Schnittstelle zwischen Mensch und Natur ist. Ein Lebensraum, wie es Manfred Lucenz betont. Ein Lebensraum, der Lust auf Garten und Natur macht. Deshalb laden die beiden seit zehn Jahren Besucher ein, an bestimmten Tagen ihren Garten besichtigen können.

„In England gibt es seit 1927 bereits offene Gartenpforten und in jeder Grafschaft gibt es umfangreiche Gartenführer mit einer Gesamtübersicht der privaten und öffentlichen Anlagen, die zu bestimmten Zeiten für Besucher geöffnet sind“, sagt Lucenz. Das hat inzwischen auch in Kleve eine gute Tradition – seit Jahren kommen immer mehr Gärtner zusammen, die ihre Anlagen zeigen. Zusammen machen sie es möglich, eine ungemeine Vielfalt von Privat-Gärten zu erleben: Am kommenden Wochenende geht auch in diesem Jahr wieder los mit der Offenen Gartenpforte im Klever Land. Wobei der 4000 Quadratmeter große Garten von Bender/Lucenz in diesem Jahr durch ein Haus verändert wurde, das mit großen Fenstern die Pracht draußen nach drinnen holt. Mit alten Steinen gebaut steht es in einem schönen Wechselspiel zwischen Natur und Architektur.

Alte Rosensorten

Erstmals dabei ist der 1,5 Hektar große Garten der Familie Schneider-Maessen aus Rindern. Heinz Schneider Maessen und seine Frau Mechthild bearbeiten hier zwischen Drususdeich ihren ehemaligen Betrieb, der inzwischen in einen Privatgarten umgewandelt ist. Schneider-Maessen hat oft, so erzählt er, bei Bender/Lucenz durch die Hecken und Zäune gelugt: „Ich wollte mir was absehen“, sagt er verschmitzt. Und so verwandelte sich die alte Obstplantage in in einen zauberhaften Garten. Dem sind auch exotische Gehölze nicht fremd: Orangen und Zitronenbämuchen sind dem Gärtner aus Passion nämlich ans Herz gewachsen: „Das sind schon fast meine Kinder“.

Wolfgang Frische ist dagegen mit seinem drei Hektar großen Skulpturengarten schon lange dabei: Kunst, wilder und kultivierter Garten korrespondieren hier prächtig. Der Garten der Familie Imig/Gerold ist ein 2000 Quadratmeter großer Teil inmitten eines landwirtschaftlich genutzten Anwesens. Elisabeth Imigs Liebe gilt alten englischen Rosensorten.

Quelle: RP
 
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