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Kleve
Neue Beleuchtung am Fuß der Burg

Kleve: Neue Beleuchtung am Fuß der Burg
Willibrod Janssen, Leiter des Fachbereichs Tiefbau, vor dem Schlosstor, das künftig besser ins Licht gesetzt werden soll. FOTO: Evers Gottfried
Kleve. Straße für Straße wird Kleve in besseres Licht gesetzt: die Straßenlaternen werden nach und nach ausgetauscht. Gestern begannen die Arbeiten an der Schlosstorstraße. Von Matthias Grass

Das Schlosstor ist eines der wenigen Baudenkmäler, die Kleve nach dem Krieg geblieben sind. "A(nn)o (Domini) 1664" prangt abgekürzt über dem Schlussstein des Natursteinbogens, der in niederrheinischem Klinker gefasst ist. Das Tor wird jetzt in neues Licht gesetzt. Mehrere Bodenstrahler sollen dem barocken Bogen schmeicheln und mit den richtigen Schatten Tiefe geben. Der alte Strahler, der an einem Mast unmittelbar vor dem Tor steht, kommt weg. So wie die Straßenlaternen der Schlosstorstraße, die alle in den nächsten Wochen erneuert werden - vom Schlosstor bis zum Hertenberg und den Stich hinunter zur Wasserstraße.

Das barocke Tor führt als Eingang zu einem jener schmalen Gässchen, die in der Stadt so ziemlich vernachlässigt wurden. Wer durch den schönen Bogen schreitet, kommt in eine Hinterhoflandschaft, die zunächst von rückwärtigen Häuserfronten, oftmals ohne Fenster, bestimmt wird. Zudem war's in der Vergangenheit recht duster, wenns Dunkel wurde. Das soll jetzt besser werden, sagt Willibrord Janssen, Leiter des Fachbereiches Tiefbau der Stadt Kleve. Die Straßenlaternen sollen durch neue Leuchten ersetzt werden, weil sowohl an Mast als auch an Lampe der Zahn der Zeit zu sehr genagt hat.

Die Schlosstorstraße in Kleve bekommt neues Licht: der Rundweg um den Fuß der Burg soll künftig besser ausgeleuchtet werden. FOTO: Gottfried Evers

"Wir werden das als Wanderbaustelle handhaben", sagt Janssen, der die Baumaßnahmen ausgeschrieben und vergeben hat. Die Straße wird abschnittsweise aufgerissen, damit die Anwohner abends an ihre Häuser kommen oder der Lieferverkehr die rückwärtigen Fronten der Geschäfte auf der Großen Straße erreicht.

Die Teerbrocken, die die Mitarbeiter der Firma Look, die den Auftrag bekommen haben, seit gestern aus der Straße herausstemmen, werden entsorgt. Jedes Loch, das in den Asphalt geschnitten oder in die Erde gebuddelt wird, wird zudem von einem Archäologen begutachtet. "Wir befinden uns hier ja unmittelbar an der Schwanenburg und graben in historischen Boden - das wird von einem Archäologen begleitet", sagt Janssen. Später kommen dann neue 4,5-Meter-Masten in die Erde, die die neuen LED-Lampen tragen. Die Lampen sind kleiner als die Vorgänger, aber lichtstärker und sparen im Vergleich zu den alten Leuchten 60 bis 70 Prozent Energie, bestätigt Janssen.

Außerdem soll die Straße künftig besser ausgeleuchtet werden: Statt bisher zehn Lampen mit einem Abstand von 75 Metern werden künftig 15 Lampen im Abstand von 35 Metern aufgestellt werden. Ein erster Schritt zur Aufwertung der schmalen Straße, die Zugleich auch Einstieg für einen schönen Rundgang oder gar einen Aufgang zur Burg ist. Kosten wird die Maßnahme über die 640 Meter der Straße bis zur Wasserstraße 122.000 Euro. Die Erneuerung der Lampen entlang der Schlosstorstraße gehört zum normalen Renovierungszyklus der Stadt und zählt, abgesehen von der neuen Beleuchtung des Schlosstors, nicht zum Beleuchtungskonzept für die Innenstadt. "Die Innenstadt braucht auch neue Lampen, aber dazu gibt es noch keine Vorgaben oder Beschlüsse", sagt Janssen.

Welche Straße, wann an der Reihe ist, bestimmen Mitarbeiter der Umweltbetriebe der Stadt Kleve, die die Lampen betreiben. "Ein Mitarbeiter nimmt die Straßenbeleuchtung regelmäßig auf und entscheidet, welche Straßenzüge erneuert werden. Wir vergeben dann die Arbeiten an die jeweiligen Unternehmen", erläutert Janssen. Und wenn eine Straße komplett erneuert werde, wie es derzeit bei der Waldstraße der Fall ist, dann bekomme sie auch neue Lampen.

Quelle: RP
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