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Kleve
Politik sucht Lösung - Denkpause gegen zügige Bebauung

Kleve. Drei Gebäude oder zwei, einen kleinen oder einen mittleren Platz vor dem Rathaus oder einen großen in der Mitte, eine Tiefgarage, eine schon gesetzte breite Grünanlage von Haus Koekkoek bis zum Kanal - heute diskutiert die Klever Politik im Blauen Salon der Stadthalle um 17.30 Uhr die Zukunft des restlichen Geländes, das im Volksmund Minoritenplatz heißt. Die Gestaltung dieses "Minoritenplatzes" solle der Stadt ein Bild geben und die Einblicke in die Hinterhöfe zwischen Deutscher Bank und Scala nehmen, hatte es 1999/2000 im Workshopverfahren geheißen, als man beschloss, die vielspurige Straße, die die Stadt zerschnitt, aufzulösen und den Parkplatz umzugestalten. Die Gewinner-Variante des Workshopverfahrens 2009 ist in Teilen umgesetzt - Hotel und Bank und Rathaus sind gebaut. Der Entwurf des Entwicklers Sontowski dagegen wurde verworfen. Jetzt startet mit der Aufstellung eines Bebauungsplanes der nächste Versuch, aus einem Nachkriegsparkplatz ein Stück Stadt zu machen. Die verschiedenen Variationen, wie diese Restfläche gestaltet werden soll, soll den Bürgern am Montag, 19. September, 19.30 Uhr, in der Stadthalle vorgestellt werden. Über die Planung scheiden sich bis jetzt die Geister. Vier Fraktionen im Rat (CDU, SPD, Grüne, FDP) würden eine Bebauung mit Platz begrüßen - man hofft sich irgendwie auf eine Variante festlegen zu können. Die Offenen Klever wollen dagegen viel Platz und möglichst wenig Bebauung.

Die Initiative Denkpause will vorerst keine Bebauung auf dem Platz haben: der Platz solle nicht verändert werden, damit für die Zukunft keine Chancen zugebaut werden, heißt es in einer Erklärung der Sprecher der Initiative. Nötig sei ein breit angelegter Dialog zwischen Bürgern, Rat und Verwaltung, jeder einzelne Bürger solle seine Ideen einbringen können, so die Denkpause. Deshalb solle am Montag grundsätzlich über den ganzen Platz diskutiert werden, und nicht nur über die Varianten, die im Bauausschuss morgen vorgestellt werden.

(mgr)
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