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Kleve
Rhapsody in School nach dem Klever Reihenkonzert

Kleve. Näher kann Musikunterricht kaum sein: vier junge Spitzenmusiker zu Besuch bei 26 Schülern des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums Kleve. Im Rahmen der Initiative "Rhapsody in School" gab das "vision string quartet" bei einem gemütlichen Get-Together Gelegenheit, nicht nur klassische Musik zu erleben, sondern auch ganz nah Anekdoten und Alltägliches aus dem Leben der Künstler zu erfahren sowie Fragen zu stellen. Das Streichquartett hatte am Abend vorher das 2. Reihenkonzert in der Stadthalle Kleve gespielt, das die Jugendlichen besucht hatten. Gemeinsam mit ihren Lehrern Kirstin Beyer und Thomas Lange ging es im Musikraum der Schule um die "wandelnde Männer-WG, die in der Welt herumreist". Von Barbara Mühlenhoff

Jakob Encke und Daniel Stoll an ihren Violinen, Sander Stuart an der Viola und Leonard Disselhorst am Cello stellten sich und ihre Instrumente zunächst vor und zeigten, welche Visionen ihr "vision"-Quartett hat: Pop und Klassik zu verbinden und die Konzertsäle mit jungen, musikbegeisterten Leuten füllen. Der Weg durch die dargebotene Musik führte vom Haydn-Kaiserquartett mit dem später dazu getexteten "Deutschlandlied" über Schuberts "Der Tod und das Mädchen" zum Farbenreichtum Ravels und Debussys. Der 2. Satz eines Schostakowitsch-Streichquartetts legte typische Motive offen und füllte den Raum greifbar mit Dynamik. Sehr gelungen war die Demonstration, "wie viele komische Einzelstimmen ein Gesamtkonstrukt" ergeben. Dazu nahmen die vier Künstler ein Gershwin-Arrangement von Fascinating quasi auseinander: spielten es erst als Ganzes. Dann setzen sie wieder dazu an, spielten es in einem Fluss, aber mit solistischen Intermezzi der vier Instrumente: gezupft, gestrichen, perkussiv und vor allem mit fühlbarer Begeisterung.

Genau das ist es, was Schule machen sollte und was Rhapsody in School wohl leisten kann: die direkte Begegnung mit begeisterten Musikern kennenzulernen. Aber auch die Leidenschaft zu spüren, die die "Berufung", Musiker zu sein, mit sich bringt. Es ist schön, dass das Stein-Gymnasium hierfür Raum und Zeit geboten hat.

Quelle: RP
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