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Kalkar/Emmerich
Segelflieger bilden gemeinsamen Club

Kalkar/Emmerich: Segelflieger bilden gemeinsamen Club
Derzeit dürfen keine Segelflieger von Palmersward aus starten. Erst ab dem 15. März können die Flugsportler wieder loslegen. FOTO: Andreas endermann
Kalkar/Emmerich. Nach dem Aeroclub Wissel hat nun auch der Emmericher Flugsportverein einer Verschmelzung beider Vereine zugestimmt. Der Fortsbestand des Emmericher Segelflugplatzes Palmersward ist bis zum Jahr 2017 gesichert. Von Markus Balser

Seit Ende Oktober müssen die Flugzeuge des Emmericher Flugsportvereins (FSV) am Boden bleiben. Das ist Bestandteil einer umweltrechtlichen Auflage, die Voraussetzung für den Betrieb des Flughafens Palmersward am Emmericher Rheinufer ist. Ab 15. März dürfen die Segelflieger wieder ihre Kreise ziehen. Und bis dahin sollte dann wohl auch die Verschmelzung des Emmericher Vereins mit dem Aeroclub Wissel über die Bühne gegangen sein. Der Fusion haben beide Vereine zugestimmt. Das einstimmige Votum der Emmericher dazu gab es vergangene Woche.

Hintergrund der Verschmelzung, die jetzt noch notariell abgewickelt werden muss, ist die geringe Mitgliederzahl der Wisseler. Ihren zehn Flugsportlern stehen 115 Mitglieder aus Emmerich (inklusive 60 Modellbauer) gegenüber. "Der Wisseler Verein wäre langfristig so nicht mehr zukunftsfähig gewesen", erklärt Hein van de Sandt, stellvertretender Vorsitzender des FSV.

Auch wenn der neue Name des Vereins noch gefunden werden muss, klar ist bereits jetzt, dass die Segelflieger künftig von Emmerich aus starten werden. Der Flupplatz Palmersward, dessen Fortbestand aufgrund seiner Lage im FFH-Gebiet immer wieder fraglich war, ist zumindest für die nächsten Jahre gesichert.

Eigentümer des Geländes sind die Klever Forstverwaltung und das Wasser- und Schifffahrtsamt Duisburg. "Unser Pachtvertrag läuft bis 2017. Wir bemühen uns darum, dass dieser Vertrag auch weiter verlängert wird", sagt van de Sandt.

Auf Palmersward, seit 1957 von den Flugsportlern genutzt, sind die Segelflieger auch angewiesen. Denn mehrere Anläufe, ein Ersatzgelände zu finden, waren gescheitert. Für ein Areal in Warbeyen hätte es keine Genehmigung wegen einer Hochspannungsleitung gegeben, und die Zustimmung für ein Gelände in Bylerward war zweimal knapp von der Politik in Kalkar verweigert worden. Weitere Alternativen gibt es laut van de Sandt im Kreis Kleve nicht.

Unter Auflagen geht es in Emmerich also weiter. Langfristig denken die Flugsportler auch über eine neue Halle nach, die näher am Flugplatz liegt - die derzeitige ist etwa 200 Meter davon entfernt. "Für uns wäre das eine große Erleichterung", sagt van de Sandt. Im Zuge einer anstehenden Deichverlegung sollen Gespräche mit den zuständigen Behörden geführt werden.

Quelle: RP
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