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Kleve-Reichswalde
Seit 60 Jahren in Reichswaldes Mitte

Kleve-Reichswalde: Seit 60 Jahren in Reichswaldes Mitte
Die Hallenkirche in Reichswalde wurde 1956 durch Bischof Heinrich Baaken eingeweiht. Später erfolgte die Anschaffung von drei Glocken und einer Orgel. FOTO: Evers
Kleve-Reichswalde. Am 10. und 11. November 1956 wurde die Herz-Jesu-Kirche in Reichswalde geweiht. Das wurde am Wochenende mit einer Festmesse und einem Gemeindetreff gefeiert. Von Werner Stalder

Mit einer Festmesse und einem Gemeindetreff feierte die Pfarrgemeinde "Zur Heiligen Familie" den 60. Geburtstag der Herz-Jesu-Kirche Reichswalde.

Eine große Ministrantenschar zog mit Pfarrer Christoph Grosch, Pfarrer em. Günter Aengenheyster, Kaplan Maria John George Ponnamma und den Diakonen Bruno Derksen, Norbert Gerding, Stephan Rintelen und Andreas Strähnz in das Gotteshaus, das am 10. und 11. November 1956 durch Weihbischof Heinrich Baaken feierlich geweiht wurde. Neben zahlreichen Gemeindemitgliedern und Gästen war die St.-Hubertus-Schützenbruderschaft Reichswalde gut vertreten.

Mit mehrstimmigen geistlichen Liedern wurde der Jubiläumsgottesdienst vom Kirchenchor eindrucksvoll mitgestaltet. Pfarrer Grosch griff in seiner Predigt das Lukas-Evangelium vom Christkönigssonntag auf: "Jesus, der König der Juden", wird am Kreuz verlacht und verspottet. Nur einer der Verbrecher findet zum Glauben an ihn: "Jesus, denk an mich, wenn Du in Dein Reich kommst." Jesus antwortete ihm: "Amen, ich sage dir. Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein." Der wehrlos am Kreuz hängende Jesus werde zum Brückenbauer. Er sei seit 60 Jahren die Mitte der Kirche in Reichswalde. "Schön, dass wir dieses heute feiern können", sagte der Pfarrer.

Anlässlich des Jubiläums haben Gemeindemitglieder eine Festschrift erstellt. Nach einem Grußwort von Pfarrer Grosch und dem Pfarreiratsvorsitzenden Florian Krebbers werden die Anfänge des kirchlichen Lebens in Reichswalde dargestellt. "Weil kein Raum zur Verfügung stand, feierte Pater Bernhard Kraß (1951-1958) den ersten Gottesdienst im Kuhstall der Vollbauernstelle Gerritzen am 14. Oktober 1951", liest man dort. Am 2. September 1955 errichtete man als Kennzeichen des ersten Spatenstiches ein Birkenkreuz an der Baustelle. Der Bau wurde von der Firma Gebr. Mütter, Kleve, ausgeführt. Die architektonische Leitung erfolgte durch Architekt Heimbach, Goch. Die Grundsteinlegung war am 27. November 1955. Nach einjähriger Bauzeit konnte die Weihe der Hallenkirche durch Weihbischof Heinrich Baaken am 10. und 11. November 1956 erfolgen. "Die Reichswalder waren stolz auf ihr neues Gotteshaus, das vielen Menschen eine neue Heimat schenkte", heißt es in der Festschrift. Später erfolgte die Anschaffung von drei Glocken und einer Orgel. Die Festschrift zeigt bei einem Rundgang durch die Kirche in Wort und Bild die Herz-Jesu-Kirche in Vergangenheit und Gegenwart auf.

Pfarrer Christoph Grosch, Florian Krebbers und Annette Schmidt stellten beim Empfang den lokalen Pastoralplan der Pfarrgemeinde "Zur Heiligen Familie" in Kleve vor. Zu dieser Gemeinde gehören seit der Fusion 2004 die Kirchen St. Anna, Materborn und Herz-Jesu, Reichswalde. Es gibt derzeit 7600 Katholiken. "Es geht uns um die Bildung einer lebendigen missionarischen Kirche vor Ort", wird als Ziel der Pfarrgemeinde genannt.

Quelle: RP
 
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