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Köln
2,5 Milliarden Euro für die Hochschulen

Köln. Das Land investiert massiv in den Standort Köln mit dessen 100.000 Studenten. Die größten Summen der Fördergelder geht an die Universitätsklinik und die Uni. Für den TH-Campus in Deutz gibt es grünes Licht für den Neubau. Von Stephan Eppinger

Mehr als 100.000 Studenten sind derzeit an den Kölner Hochschulen eingeschrieben. Ihre Zahl ist im Vergleich zum Landesdurchschnitt deutlich stärker gewachsen. So gab es an der Uni einen Anstieg um 30, landesweit 20 Prozent. Waren es 2007 noch 38.000 Studenten, sind es jetzt rund 50.000. An der TH gibt es jedes Jahr 6000 Erstsemester, insgesamt sind dort 25.000 Studenten aus 120 Ländern eingeschrieben. Die Rektoren beider Hochschulen gehen davon aus, dass dies sich in den kommenden fünf bis zehn Jahren nicht ändern wird.

Entsprechend hoch ist die Investitionssumme des Landes in den Standort Köln. Rund 2,5 Milliarden Euro werden zwischen 2010 und 2020 dort für Sanierungen und Neubauten eingesetzt. Der größte Anteil davon geht mit knapp 1,2 Milliarden an die Universitätsklinik. Zu den großen Projekten gehört an der Uni zum Beispiel seit 2012 das Exzellenzcluster Cecad (Cellular Stress Responses in Aging-Associated Diseases) für 90 Millionen Euro, wo altersbedingte Erkrankungen erforscht werden. Dazu kommen an der Uniklinik das neue Eltern-Kind-Zentrum, die zentrale Notaufnahme und die Erweiterung des Operationszentrums für insgesamt 210 Millionen Euro.

Als erstes neues Gebäude an der Uni entstand in Rahmen des Masterplans 2010 das von Architekt Paul Böhm entworfene Seminargebäude für zwölf Millionen Euro. Es folgten 2011 die Uni-Kita Paramecium, die vor allem Wissenschaftler mit Kind unterstützen soll, und 2013 das neue, 38 Millionen teure Studierenden-Service-Center mit seinen 12.000 Quadratmetern Fläche. "Damit werden wir dem zunehmenden Beratungs- uns Servicebedarf der Studenten an der Uni gerecht", erklärt Rektor Axel Freimuth, der am Freitag NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze zu Gast hatte.

Saniert wurde das Philosophikum (34 Millionen Euro) und aktuell auch das denkmalgeschützte Hauptgebäude der Uni (37 Millionen Euro). Beim Hörsaalgebäude sowie bei der Universitäts- und Stadtbibliothek stehen diese Sanierungen noch an. Neu entstanden ist das Copt-Zentrum für organische Elektronik (acht Millionen Euro).

Neu entstehen wird bis 2017 zudem eine Serverhalle für elf Millionen Euro. Dazu kommt der Anbau an die Physik bis 2019 und der Neubau der maroden Chemie bis 2025. Der Wiso-Trakt (Wirtschafts- und Sozialwissenschaften) wird von 2018 bis 2023 saniert und bis 2018 mit einem Erweiterungsbau versehen.

Weiterhin geplant ist ab 2020 ein neues Forum für das Philosophikum und eine Tiefgarage unter dem Albertus-Magnus-Platz für 1000 Fahrräder. Insgesamt investiert die Uni von 2010 bis 2030 rund 1,6 Milliarden Euro in ihren Campus.

Große Projekte gibt es auch bei der Technischen Hochschule, kurz TH. In Deutz soll in den kommenden Jahren das bisherige Ingenieurswissenschaftliche Zentrum abgerissen und durch einen neuen Campus ersetzt werden. Dort gab es beim Erwerb benötigter Grundstücke Probleme, weshalb sich das rund 280 Millionen Euro teure Projekt verzögert hat. Die Arbeiten werden bis weit nach 2030 dauern. Im ersten Quartal 2017 starten die Bauarbeiten für den Campus Leverkusen in der Bahnstadt Opladen - Kosten: 63 Millionen Euro.

Quelle: RP
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