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Drei Tote nach Autorennen in Köln
So wollen Stadt und Polizei gegen die Raser vorgehen

Illegale Autorennen: Kölner trauern um Opfer
Illegale Autorennen: Kölner trauern um Opfer FOTO: dpa, obe fdt
Köln. Nach drei tödlichen Unglücken durch illegale Autorennen in Köln wollen Stadt und Polizei nun hart durchgreifen: Neben verschärften Fahrzeug- und Geschwindigkeitskontrollen sollen auch die Strafverfahren gegen die Fahrer beschleunigt werden.

Die Kölner Polizei und die Stadt Köln werden bereits in den nächsten Tagen mit der Umsetzung eines verschärften Maßnahmenpaketes gegen illegales Rasen auf Kölner Straßen beginnen. "Angesichts der letzten Ereignisse und Todesfälle auf Kölner Straßen, wo Unschuldige Opfer von sinnlosen Straßenrennen wurden, haben wir heute weitere verschärfende Konsequenzen vereinbart. Wir werden alles dafür tun, Raser von der Straße zu holen", so Stadtdirektor Guido Kahlen.

Polizei kontrolliert Raser am Tanzbrunnen in Köln FOTO: Ulrich Schütz

Die Kölner Polizei, die bereits seit Anfang Mai mit der Sondergruppe "Rennen" gegen die organisierte Szene der Raser vorgeht, wird ab sofort ihre Geschwindigkeitskontrollen und Überprüfungen von Fahrzeugen und Haltern verschärfen. Polizei und Stadt haben darüber hinaus eine noch engere Zusammenarbeit vereinbart. Drei Schwerpunkte werden sofort gesetzt: temporeduzierende Maßnahmen auf Straßen, verschärfte Geschwindigkeitskontrollen und die beschleunigte und wirkungsvolle Bearbeitung der Verfahren gegen beschuldigte Fahrer und Fahrzeughalter mit Fahrverboten und Stilllegung von Fahrzeugen bei vorgenommenen Fahrzeugmanipulationen. "Von einer Beschleunigung und damit deutlicheren Strafwirkung erwarten wir auch einen deutlichen Abschreckungs-effekt. Null Toleranz für Raser", so Guido Kahlen.

Die Stadt Köln wird noch in dieser Woche auf dem Auenweg geschwindigkeitssenkende Maßnahmen durchführen. Auf dieser Straße wurden trotz regelmäßiger Polizeikontrollen zuletzt Geschwindigkeiten von bis zu 170 Stundenkilometern gemessen. Dort kam im April dieses Jahres eine 19-jährige Radfahrerin offenbar in Folge eines illegalen Autorennens zu Tode. 

Fotos: Zwei Schwerverletzte nach Autorennen in Köln FOTO: ANC News

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) hält es derweil für sinnvoll, eine PS-Obergrenze für Fahranfänger einzuführen. Mehr dazu lesen Sie hier. 

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